Freitag, Oktober 19, 2012

FETT NORMAL GELOGEN
AUF DAS NEDZ BEZOGEN
WURZEL KRONE STAMM KLANG
IMMER AN DER WAND LANG

Mittwoch, Oktober 17, 2012

Unübersehbar geht dieser vernunftkritische Impuls 
auf hermetische Sprachtraditionen zurück. Was bei 
Paracelsus und Böhme jedoch als adamitische 
Namensprache ursprungsmythologisch gefaßt wird 
(und sich auch bei Hamann findet: der "hieroglyphische 
Adam", HN II, 200), erhält bei Hamann erstmals einen 
ästhetischen Akzent: der Zusammenhang von Leib, 
Natur und Sprache bildet bei ihm die Struktur der 
poetischen Sprache.
Hartmut Böhme: Natur und Subjekt. Frankfurt am Main 1988.

Montag, Oktober 15, 2012

Freitag, Oktober 12, 2012

Ich bau dir eine Bühne
ich bin das Bühnenbild
mit einem roten Vorhang
der deine Lippen stillt

Atem Zuege alles lebt
mit den Augen sich verwebt
bildet sich der Widerschein
Schau gespielt im werde Sein

Stimmen Zeugen widerstreben
geben jeder Geste leben
aus der Sprache die Vokale
raunend tanzen sie im Saale

http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GR01580

Donnerstag, Oktober 11, 2012

Ooh Ton wie hört sichs an
beim Haupt- und Nebenmann
die Poesie im Rückenakt
verkehrt herum 3/4 nackt

Dienstag, Oktober 09, 2012

Randgebieten

In den letzten Winkelbiss
beißen Beisein beißen
über Rand gebieten friss
reißen Freisein reißen
jedes Pixel DoToYoo
yelloworangeredgreenblue
be alert und sei bereit
Wunde Weide Weite speit

Dienstag, Oktober 02, 2012

Die Pellpantoffel WHOHOWWOW
liegt vor dem Bett
schau schau schau schau
schau schau der Hering liesst ihr vor
durch ein altes Ofenrohr
er grunzt die Kümmelworte durch das Blech
und stopft noch Leberwurst dawech
ne Socke kommt vorbei mit Wagen
schleppt sich ab mit frischem Magen
die Ringelnatter kreuzt gelegt
Daddeldu den Vers bewegt
die Pellpantoffel dem Karnickel
artverwechselt den Artikel
der Pellpantoffel vor dem Bett
schläft sich ein mit Gingganzfett

Montag, Oktober 01, 2012

Spinnennetzer Nebelbänke
unterm Apfelbaum Geschenke
faulverlassen windvergoren
Niesel legt sich auf die Poren
Abflug Anflug der Hornissen
Faltenwespen Baumsaftpissen
letzter Aufmarsch Herbst besiegt
bevor das Volk dem Tod erliegt
ein neues dann im Frühjahr reift
die Königin die Eier streift
der Streuobstriese sich bedankt
bevor er gen Mosten wankt
der klare Karl klebt Apfel naß
schlägt die Maische in das Faß
Pflanzen Tiere Menschen weben
im Morgenlicht das NEBELEBEN


Donnerstag, September 27, 2012

Denkbare Dinge sich gleichen
der Dichter stellt die Weichen

Ein Bündel von Neuronen
das Herz ist voll Protonen

hamlet it be abcd free

Mittwoch, September 26, 2012

Montag, September 24, 2012

Dem Kleiber schreib ich ein Gedicht
im Herbstzeitlosen Abendlicht
dem Maier schreib ich später
wenn er wieder geht er

Kleiber Kleiber klebt am Stamm
lebt die Rinde runter stramm
fliegt die Runde durchs Revier
biegt und frißt Insektentier
grüßt den Esel und den Hasen
rockt den abgegrasten Rasen
nutzt die Gunst der ruhigen Stunde
dreht ne allerletzte Runde
bevor es abgeht in die Heia
im Garten auf dem Stuhl vom Maier

Sonntag, September 23, 2012

Around the world into the house

Mit dem Ring zieht sie die Kreise
around the world into the house
jeder schwingt auf seine Weise
wirft Sterne aus dem Fenster raus
Umlaufbahnen Pfade Wege
alles wird neu angelegt
jedes Teilchen regt sich rege
wird vom Ganzen her bewegt
vieles kreist im Gleichgewichte
treibt aus der Masse hin zur Dichte

back up in someone hands
4 elements 2 friends

Donnerstag, September 06, 2012



Abzüge aus dem Blog CAGE AGAINST THE MACHINE


Der klare Karl füllt Hodlers Unendlichkeit in Flaschen ab

Dienstag, August 21, 2012

K U R M O L L F I S K U S S R A U S C H B I S S

1ZeilenVersreim an der Aussenfassade des Historischen Museums
in Baden (Schweiz) als Wortblumenstrauß und Satzpanorama
anläßlich des alle 5 Jahre stattfindenden Stadtfestes - Badenfahrt.


http://www.aargauerzeitung.ch/dossiers/stadtfest-baden/melange-aus-pyrotechnik-licht-und-wortspielen-125042174

Samstag, August 18, 2012



DER STREUOBSTRIESE

wäscht sich grad
im großen Sommerwolkenbad
es blitzt und donnert welch ein Segen
reich steht er da im warmen Regen
er hat viel Arme tausend Hände
am großen Stamm glänzt seine Lende
Augen hat er noch und nöcher
in der Nacht nur schwarze Löcher
Haare Blätter ohne Ende
Schatten für die Vogelwände
Würmer Raupen Asseln Käfer
Vogelstimmen Siebenschläfer
allweit der Riese gibt sich frei
und schenkt uns seinen Apfelschrei
aus seiner Krone brüllt der Riese
streut mehr Obst auf meine Wiese

Freitag, August 17, 2012




AHNENSCHREIDREI

Klapper Klapper Storchenschnabel
der Ahnenpass belebt die Gabel
Wurzel Wurzel Stammbaumäste
Alte Mauern Knochenreste
Spuren Spuren Lesenszuege
alles wandert Landwindfluege
Sprache Sprache Zungenschlag
wohin der Name gehen mag

Woplauken Partsch Krutinnen
Lamgarben und Glaubitten
Kischienen Pustnick Doben
Eichmedien und Sorquitten

Orte Orte Kerngehäuse
Kirche Schule Bauernschleuse
Hände Hände Faltenkeim
in der Erde liegt das Sein



Montag, Juli 30, 2012


AHNENSCHREIZWEI
LESEREDE OBERWÄLDEN
29. Juli 2012 19.30
Misthaufen Hermann Mühlhäuser




Mittwoch, Juli 25, 2012



HAHNENSCHREI

Gallus Gallus roter Kamm
Hahnenschlappen Federn dran
Hinterknorren spitzer Sporn
Stachel Daumen krummer Dorn
Orgel voll aus deinem Rachen
lass die hohen Töne krachen
schrei das Lied der Dämmerung
hilf dem Huhn beim Eiersprung
mach den Dicken mach den Gockel
stell dich auf den MistTraufSockel


Dienstag, Juli 17, 2012

 Einweihung der Wandarbeit LUGINSLAND im
Robert Bosch Krankenhaus Panoramarestaurant Stuttgart
http://satzstreuer.blogspot.de/
am 19. Juli 2012 - LESEREDE mit Gummiinge und Kathederpeter
http://www.rbk.de/service/presse/pressemeldung/archive/2012/juli/article/farb-und-wortlandschaften-neue-raummalereien-am-robert-bosch-krankenhaus.html

Freitag, Juli 13, 2012

AHNENSCHREI

Quelltopf Urspring Ursprung Quelle
Felsen Knochen Schädeldelle
Lone Donau Jurameer
Urlautstärke Mammutschwer



Motorische Areale im Gehirn werden bei der Wahrnehmung aktiviert, zuerst bei Affen beobachtet, die einem anderen beim Essen zusehen (Rizzolatti et al. 1995). Hypothese: Dieses Spiegelsystem für Greifbewegungen wurde nach und nach auf andere Arten manueller und facialer Gesten ausgedehnt, schließlich auch auf vokalische Gesten.
http://www.uni-leipzig.de/~muellerg/su/wunderlich.pdf



Dienstag, Juli 10, 2012

1 Stuhl für die Einsamkeit
2 Stühle für die Freundschaft
3 Stühle für die Geselligkeit
(unbekannt)

Montag, Juli 09, 2012

Pankemündungsklappe die Falsche
Hase Löffel Zündung
schaut in Trance
die Pankemündung
sitzt und baumelt
mit de Beene
beobachtet den Fluß die Vene
Niederdurck aha sehr schön
ist der Blutkreislauf zu sehn
Schaum und Sauerstoffbazillen
bilden kleine Scheringpillen
der Hase schaut der Löffel lauscht
im Umspannwerk die Zündung rauscht



Mittwoch, Juli 04, 2012



Sonntag, Juli 01, 2012


Hausspruch für Baugruppe Boyenstrasse 29-30 Berlin
ICH BIN DER WANDLUNG WESEN
Schrift: Trajan Farbe: RAL 7012 Basaltgrau


TEILZEITQUELLE

Teilt man einen Teil vom Andern
fangen Teile an zu wandern
fangen Teile an zu wandern
zieht ein Teil zum Andern
niemand nichts wird sich verlieren
der große Weg hat keine Türen

Montag, Juni 25, 2012



http://www.youtube.com/watch?v=za_6A0XnMyw
EHEHAVEL

Marmor weint und Eisen spricht
der Ehering vergisst dich nicht
es wird gemahlen mit der Zeit
der Samen der Unendlichkeit



was man geschehen lassen kann
das wirkt auf jede Lebensbahn
tu du nur was du tuen mußt
aus deinem Herzen und der Brust

Das Gemälde ist in der Ausstellung HOCHZEIT in der Heilig Geist Kapelle - Berlin zu sehen.

http://www.jmberlin.de/main/DE/06-Presse/01-Pressemitteilungen/2012/2012_06_15.php

Dienstag, Juni 19, 2012

WO ERDACHSE STUR  =  DES WORT URSACHE


Ob Wurst oder Asche entscheidet die Flasche
ob Asche ob Wurst entscheidet der Durst
ob Durst oder Flasche entscheidet die Asche
ob Flasche ob Durst entscheidet die Wurst

Montag, Juni 18, 2012


JUNI ZEH

Sternanis auf großem Zeh
Juni Juli Sommerklee
da blühen sie und siegen
die Fleisch- und Fallschirmfliegen


Dienstag, Juni 12, 2012

OSTWEST W-LAN BAHN

Wer sich selbst und andere kennt
und das Selbst beim Namen nennt
wird den Anderen auch benennen
und ihn nicht vom Namen trennen

man mag die Welt mit Daten mästen
im Süden Norden Osten Westen
die Erd_Suleika wendet Wellen
sendet und empfängt die Quellen

im Garten steht sie mit dem Spaten
und sendet Datenübertragungsraten
Wurzeln und Antennen winken
der Körper wird im Netz versinken

Freitag, Juni 08, 2012


WURZEL WURZELLE URZELLE




Donnerstag, Juni 07, 2012


Wandtext  LUGINSLAND  für das Panoramarestaurant
im Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart
Fertigstellung Mai 2012.



WEBER FECHNER GESETZ

GLEICHGEDICHT

Biegen beugen heben halten
Buchen Eichen Spalten falten
Messer schleifen Haare kämmen
Finger hakeln Kübel stemmen
Wandern wundern Wege sammeln
Körper heilen Schafe gammeln
atmen singen lachen husten
Rotz einsaugen Blumen pusten
Füße suchen Hände erden
Sommer heben Leichter werden

http://translate.google.de/#de|pl|Biegen%20beugen%20heben%20halten%0ABuchen%20Eichen%20Spalten%20falten%0AMesser%20schleifen%20Haare%20kämmen%0AFinger%20hakeln%20Kübel%20stemmen%0AWandern%20wundern%20Wege%20sammeln%0AKörper%20heilen%20Schafe%20gammeln%0Aatmen%20singen%20lachen%20husten%0ARotz%20einsaugen%20Blumen%20pusten%0AFüße%20suchen%20Hände%20erden%0ASommer%20heben%20Leichter%20werden
Irgendwo wird was verwurstet
an anderer Stelle sitzt man still
Irgendwann fragt man die Wurzel
wohin sie heuer wachsen will

Mittwoch, Juni 06, 2012

THERE IS NO KING INSIDE
K I N G                     I G I N G
AND NO CROWN OUTSIDE


Freitag, Juni 01, 2012

Donnerstag, Mai 31, 2012

G A T T E R H A R R Y

Ich Du Er Sie Wir Sind Bist
kräht der Hahn der Alchemist
alles hast du in der Hand
nimm den schwarzen Diamant
nimm den roten Staub vom Mars
sag noch lange nicht das wars
pfeif den Wüstensand nach Haus
zieh den Sesamstöpsel raus
ruf den Kiesel schrei nach Dreck
entzieh dir selbst den Datenspeck
mach es wie die Felsennatter
spring vom höchsten Gartengatter

Sonntag, Mai 27, 2012

JEDER AUGENBLICK IST EINE REISE
DEM WESEN NAH BIST DU DER WEISE

Dienstag, Mai 15, 2012

PSALM

Auf der Psalm da hockt ein Frosch
glotzt mit seiner Krötengosch
blickt nach Sylt zur Kabeljause
und trinkt im Geist ne klare Brause




BUNDESKANZLERIN = BANKENZINSLUDER

Mittwoch, Mai 09, 2012

Himmel und Herde

Er trägt auf seinem Runenkopf
nen ziegelroten Blumentopf
mit dem er sich die Sinne raubt
diesseits jenseits Wurzel Haupt




mit den Füßen auf der Schwelle
von Tür zu Tür geht seine Welle
er treibt die Erde vor sich her
und ist leicht und oder schwer
er zieht konzentrisch Kreise Ringe
Dichter singe aus der sicht der Dinge

Samstag, April 28, 2012

BRECHTGEWEIH

1500 Kloppstöcke
98 kg Kleister
unbedingt auch Hebbelkraft
224 Kubikmeter Schillerlocken
4 Millionen Tonnen Morgensterne
2 Sack voll Ringelnattern
7 Vogelweiden
ganz viel Kästnererz
und alle Herderringe



Samstag, April 21, 2012

1LOS 2TAN 3ZEN

Huba Buba Bubblegum 

allet fängt zu zucken an
drück den Beatnic nerv die Waden 

schlemmer Noten spick den Spaten
stürz dich in die Dissonanzen 

fang jetz endlich an zu tanzen
Arme Beine Muskelstrenge 

wirf jetz allet in die Länge
schalt dein Hirn aus denke 

mit der Hüfte dem Jelenke
Susa Struwel Philip Zappel 

machet wie die Zitterpappel
twitter deinen Zellensaft 

pump dich voll mit Lebenskraft
Norden Sudhaus Anker Westen 

gen Osten rüttelt sichs am besten
verbrate Meerschaum Energie 

schüttel dreh dich wie mal pi
freudig stampfen hebeln rudern 

und mit Blütenstaub sich pudern
Meister Schüler Rumpelriese 

mach die Frühlingsrolle spriesse
jeder Star tauft seinen Ast 

singt aus voller Brust bläßt Brast
oben schreit die Hemisphäre 

geozentrisch dreh dich nähre
leg die Ohren an zerschreie 

Wurzel Knorz und Strunk befreie
jede Zelle teilt jetzt aus 

stirbt den Heldentod wächst raus
wachsam ungeduldig aufmerksam 

schau ich mir det Janze an.

Montag, April 09, 2012

My love,

again a few words have passed and the ground between
them is now frozen. The language has become harder, the
breathing heavier. When I get outside of the door, I see
way morewool than fur. My rhythm of speech has slowed
down and the information density has increased. Driven
by their own motivation nobody wants to get down anymore.
In yesterday's newspaper I read about the patterns of
possibilities in metropolitan areas. It was about the diffusion
and penetration of communication poles. Walking around in
circles without any dimensions. Agravic determining in
between slangs. During moments like these no virus is able
to find any supporting material. Everything is then subjected
to the design process. God = process. Glaube an deine Arbeit.
The constant change between waves and particles seems to be
like composting. You then start to understand that there's no
last link to the chain, that everything you now think, say or do
is completed within all the others before and after.
No start, no end. You get to the footage gestures just like that.
Communicate in dialect gestures and pretend everything would
be 1: infinity. Yup. Seen in the mirror, this formula exposes
itself as being a wrinkle. And the smoking starts again in your
head. And the queen of the bees dances the words
"The statement is so wrong that not even the opposite is true."
Then she flies back home and eats gelée royal from the delicacy
cave. The secretaries smoking-hot love gasoline secretions of
their food-juice-soup-gland and upper-water-jaw-gland.
A found meal as they would say. Talking about scoring, this
FAT SALT SUGAR SEX I sent to you is the last version. I'm
now considering whether or not to incursively cut two-thirds
of the glass from the picture frame, so that there would be a
possibility of an uncontrolled access to steal the sheet or to
edit it, like a thought's or respectively an idea's exposure,
to intend a possible access, just to see how this earth's respect
enhances itself on ways inaccessible to me within that
composted thought. I believe in a cycle of things, we still can't
understand. I myself lean on to the liar's invention, and examine
the incomplete reality. This world is so close to me.
Greetings from Berlin. Bruno

Für SOMEMAGAZIN.COM Ausgabe Autumn 2012 a letter from
www.somemagazin.com

Samstag, April 07, 2012


MOTTE HASE BIBER SITZEN SCHIEBEN RÜBER

Hase an Karotte
links von mir sitzt Dr. Motte
rechts von mir klebt Justin Biber
der Meister selbst im Lampenfieber

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an

Karotte an Hase
Rot haut die Vase
Alle hambra haben Spaß
nur Günther beizt ins Grass

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an

Karotte an Karotte
das Wildschwein frißt die Rotte
Hase an Hase
ich Brüghel der Ältere die Nase

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an


Froher Osten

Montag, März 26, 2012


D ICK ICH T

Im Ofen liegt die Frau aus Ton
am Himmel glänzt der Vollmond schon
bei leichter Hitze Schwefelbrand
kommt die Figur herausgerannt

sie klopft sich ab die Krümelbrocken
wartet bis sie klar und trocken
dann Reimfrau aus dem Freiraum raus
und in die Frühlingswelt hinaus

Sonntag, März 25, 2012

Jedes Wort ist ein Gedanke der an seiner Stelle
im vollen geschichtlichen Leben wurzelt und
wirkt und in dem wir diese Wurzeln und
Wirkungen aufsuchen kommen wir zum vollen
Verstehen dieser Wörter. (Leo Weisgerber)
... wie alles was der Mensch über das tierische
Bewußtsein über die Anschauung hinaus erlangt
nur mit der Sprache und durch sie gewonnen wird
... daß Sprache Selbstbewußtsein ist, d.h. Verständnis
seiner selbst, Mitteilung des Sprechens an sich selbst.
(Steinthal) Hier wurzelt die seit Humboldt von neuem
wiederholte Erkenntnis, daß die Sprache nicht so sehr
ein Werk sondern ein Wirkendes, eine Kraft ist, eine
Dynamis nicht ein etwas wie Pulver, sondern ein
Ereignis wie eine Explosion, eine Arbeit des Geistes.

... weil sich das Dasein des Geistes überhaupt nur in
Tätigkeit und als solche denken läßt. (Humboldt)

Donnerstag, März 22, 2012


MORGENPOSTEN

Kannst du mir den Osten borgen
ich bin auf meinem Posten morgen
alles was ich sehen kann
springt mich jeden Morgen an
vor dem Springer Turm der Bauer
Schwarzer Mann auf grauer Mauer
Guggenheim und Luginsland
Sonnenaufgang an der Wand
Artgerecht und Ratherbrecht
Balkenhohl schlägt Mauerspecht
Ohzweiha auf Hazweioh
Spatz Naht Schach Nacht Wo
tausend Beine stehn sich platt
nächster Zuzug Jung von Matt

Donnerstag, März 08, 2012

Das Verb ruft Du Natur
ich such das Eine und das Viele
folg der Tätigkeit laut seiner Spur
gib mir nen Hinweis spiele
zerleg die Perlenkettenschnur
ich will das Unteilbare teilen
im Schöpfen Schreien Schweigen
muß allerorts im Weg verweilen
die Tat tanzt ihren Reigen
und will sich nicht im Schritt beeilen
kreuzen gabeln kreisen kriechen
atmen schauen schmecken riechen
bauen falten gären schieben
schwitzen säen gehen lieben
das Verb ruft du Natur ich werde
Herde sein auf dieser Erde

Freitag, März 02, 2012


Ein Jedes ist sich zugeneigt
im Konsens wie im Widerstreit
Alles wird man gehen lassen
um den Sinn der Tat zu fassen