Sonntag, Februar 26, 2017


DOSENMONTAG

dose rosen rosen dose
brauner sack an gelbe sosse
zwei becher und ein kreuz
schnaeuz

tempelhof und tempelritter
plastiktuete johanniter
weisse schnur an dosenkranzt
glatze haare pilgerwanst

aus dem bauch rausch loses
die losung psalmen moses
mach dass ich mich nich verlauf
dosenmontag nimm mich auf

THUNDERCAT * WALKIN
https://www.youtube.com/watch?v=8qGigIMM1Vw


Freitag, Februar 24, 2017


Was man hört und was man liesst
Was mir aus dem Munde spriesst
Was man schreibt was man denkt
Was man mit dem Wagen lenkt
Was man sieht und was man findet
Was mir aus dem Hirn entschwindet

Was Noch Was Noch Was Noch
Mein Schlund ist doch kein Wasserloch
ODER ODER ODER DOCH

Nah zu dir nun reicht mein Wort
Als Balsam Salbe Allerort

IMPLUS + IMPULS + IMPLUS
Resonanz im Fluss

Warten schmiegen lefzen schreien
Konstante treiben aufzureihen
In den Stunden Warmgesang
Aus der Höhle Rausch und Klang

Geld abheben Kunst verkaufen
Eimerweise Plastik saufen
Reime schreiben Eier Knochen
Mit dem Schwefel Eisen kochen

(vierzehn weitere versblöcke aussäen)
(Objagdtate entwerfen)

IMPLUS + IMPULS + IMPLUS
Abgesang und Schluß

Freitag, Februar 17, 2017

Montag, Februar 13, 2017


Blauer Keil an blaue Wand
Alte Äste Handbestand
Häute Mikroskopisch 
Morgen Phänotopisch

Aus den Winden Schleifen fangen
Was die Wirbel weit verlangen
Von den Wesen wird gesungen
Aus den Wolken durch die Lungen

Horizonte Waage wiegen
Was zu schwer ist
Dass lass liegen

Es könnt auch alles anders sein
Es fällt der Vogel fliegt der Stein

Montag, Januar 30, 2017


B I E N V E N U S 

Mittwoch, Januar 25, 2017


LIEBESGEWICHTE
LEIBESGEWICHTE

11 kg Haut
60 ml Speichel
120 Gramm Bäckchen
2 ml Augenwasser
6 kg Arschbacken
20 Gramm Lippen
160 Gramm Haare
70 ml Venuswasser
1 kg Lunge
280 Gramm Herz
10 ml Schweiss
250 Gramm Schulterknochen
30 Gramm Nasenknorpel
3 Pfund Bauchspeck
6 ml Marssamen

Dienstag, Januar 24, 2017

Noch bei dir liegend gären
In meinen Bärensphären
Wiegen sich die Wälder
Summen Lieder graben Augen
Glieder wiedersingend saugen

Scheren Krebse Schwelle Haut
Beissen Zungen auf die Braut
Nimm mich mit in deine Hände
Anfzuheben Liebesschweben
Wilder Beischlaf reiches Leben

Sterne Küsse aufgesäumt
Wo der Schaum sich bildet schäumt
Krümmt der Stab den Horizont
Wasser Tränen Speichel Saft
Venusnuss durchdringt den Schaft

Vereint in Dünen Wolken Meer
Von überall weht Wind einher

Nun wandern Ströme in die Länge
Wellen folgen Wellen
Entschweben aus den Quellen
In wundersame Sandgesänge

Das Gesäss fängt an zu schwingen
Durch und durch vibrieren Saiten
Die die Stimmen nun begleiten
Liegt ein Duft in allen Dingen

Dir vom Busen dargereicht
Hör das Singen und das Brummen
Wie die Körperteile summen
Alles aus dem Nichts entweicht

Samstag, Januar 21, 2017

Ich schliesse das Feld!
Es fallen und falben die Blätter und Wasen/
Die Winde des Winters nun rasen und blasen/
Sie weisen den Wiesen des Reiffes Gezelt:
Noch rühmet man meinen benameten Namen/
Von bundlich- und rundlich gewundenen Samen.
Ich schliesse das Feld!
Geringe Begabung der Ringe bezirke
Die Hertzen/ und liebes Beständigkeit wirke/
Die Rundung das niemals geendte vermeldt/
So ringen/ so springen nun beyde mit beyden/
Ihr Hoffen ist offen/ in stetigen Freuden/
Ich schliesse das Feld!
Pegnesisches Schäfergedicht


Dienstag, Januar 17, 2017


some times snow must be washed
from colourado to montana

one for the monkey 
two for the snow
three for the ready made
four far go

Montag, Januar 16, 2017

durchmessend deine ländereien
will ich sie mit atem weihen
aufzulieben deine breiten längen
aus urknallstaub und lichtgesängen

durchmessend deine augen
die feuchten lippen lippen saugen
aufzulieben sanfte hände
mit meinen fingern wild verwende

durchmessend deine wangen
vor der morgenröte steigt verlangen
aufzulieben diese vielen türen
um aus der zeit dich zu entführen

durchmessend deine oberflächen
versuch ich mich dir aufzubrechen
aufzulieben färse ballen
jedjeder will mir aufgefallen

durchmessend deine brüste
mein busen schwillt an aufgelüste
aufzulieben laute leise
von ton zu ton vokalaalweise

durchmessend deine fragenringe
weltenbildend sinn der dinge
aufzulieben hörbar werden
durch den körper seelen erden

durchmessend deine nackensenke
meine küsse windgeschenke
aufzulieben ort für ort
übern hals von vom vor dort

durchmessend deine wirbelsäule
auf jeder rippe eine eule
aufzulieben zeilen biegen
seele setzen noten wiegen

durchmessend deine muschelbank
tausendmal ich drin entsank
aufzulieben steuern rudern
galaktisch wir den kosmos pudern

durchmessend deine nähe
lieg ich da und versgestehe
aufzulieben neben dir
MIT JEDEM ATEMZUG EIN HIER

Samstag, Januar 14, 2017


Chilli Gonzales and the Kaiserorchestra
https://www.youtube.com/watch?v=W286yj7k-ps

Weil doch der Menschen Glück
in dem liegt was sie sich bilden
so verlohnt sich's der Müh
selbst ein Kunstwerk zu sein
nicht nach fremder Gestalt
nach er künstelten Formen und Ansehn
sondern dass die Natur unverrückt wirke

Karl Ludwig von Knebel


Freitag, Januar 13, 2017

Angereichert DU und ICH
Er sie es wir dich und mich
Tiere Pflanzen Zellen
Himmel Erde Quellen

Lichtprofile Nasenringe
Augenaufschlag Musterdinge
Haare schieben Lippen stimmen
Stirn in Falten Wimpern dimmen

Schulter fragen Knochen heben
Wangen tragen Schatten leben
Schweißverluste Tränensäcke
Küssenschlachten Schädeldecke

Schläfen Mulden Iris Flügel
Hammer Knorpel Kiefer Bügel
Kinn verlieren Wirbelende
Pupille Poren Feile Blende

Nacken kratzen Fingerkuppen
Spiegelnd das Gesicht verpuppen

Black Milk and Nat Turner

Donnerstag, Januar 12, 2017


Simple Boots Hand Sample Beats

Mittwoch, Januar 11, 2017

E blaue Himmel, drunter luter Wyss
der Wäg e blaui Odere im Schnee.
Es Silberglänze, oben uf de Grööt
blost's Räuchli furt und glitzeret immer meh.

E Glogge lüttet, und der Hügel uf
chrüücht wie ne schwarze Wurm e Lychezug.
Uf de Site! rueft e Bueb, wo chunnt cho zu schlittle,
e Chräj macht syni Fäcken uf zum Flug

http://www.franzhohler.ch/files/mensch.html

Die Erde träumte heute Nacht
den Traum vom großen Schnee
nur langsam ist sie aufgewacht
verwirrt vom Kuß der Fee

Die Häuser sind sich selber fremd
die Straßen machen schlapp
der Bahnhof steht im Sonntagshemd
als reise er gleich ab.

Ein Schneepflug kratzt und kreischt empört
und bleibt auf einmal stehn
das Nützliche ist ganz verstört
was häßlich ist, wird schön.

Ein Kind trägt einen weißen Trumm
wie ein Geschenk im Arm
die Flocken wirbeln still herum
als gäben sie uns warm

Dällebach Kari FILM
https://www.youtube.com/watch?v=79WE237awzw

Dienstag, Januar 10, 2017



Wohl anzunehmen ihre Seite
Dies Leben seinen Weg begleite
Vom wandern der Gezeiten
Alle Weiten zu beschreiten
Beginnt in aller Schönheit Wucht
Das Rudern in der Venusbucht

Anzunehmen dieses Geben
Aus dem Bauch Rausch weben
Lendenwirbel Nabelseen
Fingerkuppen Winde wehen
In den Schluchten Quellen
Aderläufe trockne Stellen

Ihre Gräser Dünen Brüste
Sein Rückenbildnis einer Wüste
Glänzend Kupfer Haare speichern
Morgensonnen Licht anreichern
Schöpfend aus den Hülben trinkend
In ihrem Schoß im Vers versinkend

Seite in der Weite liegend
Die Körper Horizonte wiegend
Haut an Haut die Düfte saugen
Inhalieren mit den Augen
Aus sich heraus in sich hinein
Zwei Geschlechter Eins im Sein

Samstag, Januar 07, 2017

Der Geist in den Sprachen

So wird uns schon hier bewußt, dass der Klang, das Aum,
das Haum, der Hauch, im hebräischen Huach (was dort bezeich-
nenderweise Geist bedeutet) urverwandt sind und eine Geschichte
erzählen, die Geschichte der Entwicklung der Menschen und des
Alls, die Geschichte des Werdens.

Es ist wahrlich kein Zufall wenn in den verschiedensten Sprachen
folgende Wörter alle einen Zusammenhang uns zeigen: Latein
Anim - us (Geist), Anim - a (Seele), Griechisch Anem - os (Wind),
Altindisch Atm - a (Atem, Lebenshauch), Deutsch Atem und Odem,
Hebräisch Ruach (Geist), Deutsch Riech - en, Ge - Ruch und
Rauch, also etwas Feinstoffliches. Hier gesellen sich Altnordisch
Rjuk - a (riechen), Angelsächisch Reoc - an (riechen), Altfriesisch
Riak - a oder eben Altdeutsch Riohh - an (riechen) an. Im Alt-
deutschen hat dieses Urwort eine umfassende Bedeutung, wie wir
eben gesehen haben; riechen, duften, einen Geruch empfinden,
dampfen. Das Hauptwort Rauch steht zwar im indogermanischen
Kreis völlig vereinsamt, da im Griechischen selbiges mit Typo - os,
im Latein mit Fum - us, im Altslawischen im Dym - u und im
Altnordischen mit Reyk - r für Rauch bezeichnet wird.
Hebräisch Riach (Geruch, Dampf), Aramäisch Rich - a (Geruch),
Arabisch Rich (Wind, Geruch) oder eben Äthiopisch Reche
(Duft, Geruch) sind weitere Beispiele welche uns beleuchten,
wie alles aus der Einheit entflossen ist, so auch die Sprachen.

Aus: Einblicke in das Wesen der Sprache : Oliver Heinle

Freitag, Dezember 30, 2016

Getrude Stein = ist Ungeerdet

Eine weitere schräge Geschichte Ulrichs im Frauendienst ist seine „Venusfahrt“: In Frauenkleidern, verkleidet als „Frau Venus“, reitet er mit großem Gefolge von Venedig nach Böhmen und bestreitet ein Turnier nach dem anderen ihr zu Ehren. Auch diese Geste führt nicht zum Erfolg, so dass er sich erstmal enttäuscht vom Minnedienst abwendet. 


Greif mich frei mit deinen Worten
Flüster mir den Busen voll
Schreib vom Dünengras den Orten
Wo du gerne schwingst in Moll

Schreib mir von dem Grenzenlosen
Dass gebunden weiss nicht wie
Das enteifert von den Rosen
Rundgerechnet Wie mal Pi

Lass dich führen von den Geistern
Aus der schaeumend tiefen See
Mach dass ich vor lauter Freude
Mach nen Satz mit Böe und Höh

Lass dich treiben mit den Silben
Tanz die Aalvokale
Heb dich durch die Meereszeilen
Sing für die Gezeitenwale

Schreib dich durch den Bodden
Schreib dich durch den Sund
Schreib dich auf den Grund und Boden
Mach dein Leben klar Mund bunt

Eimerweise Salzkristalle
Schick ich dir und Grüsse
Durch den Nebel Hühnerstall
Siebzehn Küsse Süsse

Eimerweise gut Gedanken
Für das neue Jahr
Das wir beide uns erhalten
Du im Du fürwahr

Haut an Wort und Wort an Haut
Heute hier und morgen Laut
Leise stehn am Fenster
Zwei selig Nacktgespenster

Donnerstag, Dezember 29, 2016

Mittwoch, Dezember 28, 2016



Saiten Töne Höhen Schwingung
Aus der Masse hier im Kreis
Resonanzen bilden Körper
Unsichtbar wie jeder weiss

Ohne Dämpfung der Bewegung
Aus dem Anschwung freier Fall
Mit dem Pendel in Verbindung
Schub erhaltend prellt der Ball

Ohne Wissen Faktor Null
Einfach spielt die Hand
Vor den Linien Bilder zeichnend
Dargestellt der freie Stand

Rezeption und Deutungslehre
Was berührt die Haut
Geistesleben in der Phase
Wie es mit den Augen schaut


Dienstag, Dezember 27, 2016


Nachgesprochen denkt man leise
Der Papagei ist nicht grad weise

Die Kunst als Sprache er kopiert
Was man als Copy write studiert

Der Papagei wirft gern mit Schlüsseln
Wer kann sowas schon entschüsseln