Samstag, April 28, 2012

BRECHTGEWEIH

1500 Kloppstöcke
98 kg Kleister
unbedingt auch Hebbelkraft
224 Kubikmeter Schillerlocken
4 Millionen Tonnen Morgensterne
2 Sack voll Ringelnattern
7 Vogelweiden
ganz viel Kästnererz
und alle Herderringe



Samstag, April 21, 2012

1LOS 2TAN 3ZEN

Huba Buba Bubblegum 

allet fängt zu zucken an
drück den Beatnic nerv die Waden 

schlemmer Noten spick den Spaten
stürz dich in die Dissonanzen 

fang jetz endlich an zu tanzen
Arme Beine Muskelstrenge 

wirf jetz allet in die Länge
schalt dein Hirn aus denke 

mit der Hüfte dem Jelenke
Susa Struwel Philip Zappel 

machet wie die Zitterpappel
twitter deinen Zellensaft 

pump dich voll mit Lebenskraft
Norden Sudhaus Anker Westen 

gen Osten rüttelt sichs am besten
verbrate Meerschaum Energie 

schüttel dreh dich wie mal pi
freudig stampfen hebeln rudern 

und mit Blütenstaub sich pudern
Meister Schüler Rumpelriese 

mach die Frühlingsrolle spriesse
jeder Star tauft seinen Ast 

singt aus voller Brust bläßt Brast
oben schreit die Hemisphäre 

geozentrisch dreh dich nähre
leg die Ohren an zerschreie 

Wurzel Knorz und Strunk befreie
jede Zelle teilt jetzt aus 

stirbt den Heldentod wächst raus
wachsam ungeduldig aufmerksam 

schau ich mir det Janze an.

Montag, April 09, 2012

My love,

again a few words have passed and the ground between
them is now frozen. The language has become harder, the
breathing heavier. When I get outside of the door, I see
way morewool than fur. My rhythm of speech has slowed
down and the information density has increased. Driven
by their own motivation nobody wants to get down anymore.
In yesterday's newspaper I read about the patterns of
possibilities in metropolitan areas. It was about the diffusion
and penetration of communication poles. Walking around in
circles without any dimensions. Agravic determining in
between slangs. During moments like these no virus is able
to find any supporting material. Everything is then subjected
to the design process. God = process. Glaube an deine Arbeit.
The constant change between waves and particles seems to be
like composting. You then start to understand that there's no
last link to the chain, that everything you now think, say or do
is completed within all the others before and after.
No start, no end. You get to the footage gestures just like that.
Communicate in dialect gestures and pretend everything would
be 1: infinity. Yup. Seen in the mirror, this formula exposes
itself as being a wrinkle. And the smoking starts again in your
head. And the queen of the bees dances the words
"The statement is so wrong that not even the opposite is true."
Then she flies back home and eats gelée royal from the delicacy
cave. The secretaries smoking-hot love gasoline secretions of
their food-juice-soup-gland and upper-water-jaw-gland.
A found meal as they would say. Talking about scoring, this
FAT SALT SUGAR SEX I sent to you is the last version. I'm
now considering whether or not to incursively cut two-thirds
of the glass from the picture frame, so that there would be a
possibility of an uncontrolled access to steal the sheet or to
edit it, like a thought's or respectively an idea's exposure,
to intend a possible access, just to see how this earth's respect
enhances itself on ways inaccessible to me within that
composted thought. I believe in a cycle of things, we still can't
understand. I myself lean on to the liar's invention, and examine
the incomplete reality. This world is so close to me.
Greetings from Berlin. Bruno

Für SOMEMAGAZIN.COM Ausgabe Autumn 2012 a letter from
www.somemagazin.com

Samstag, April 07, 2012


MOTTE HASE BIBER SITZEN SCHIEBEN RÜBER

Hase an Karotte
links von mir sitzt Dr. Motte
rechts von mir klebt Justin Biber
der Meister selbst im Lampenfieber

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an

Karotte an Hase
Rot haut die Vase
Alle hambra haben Spaß
nur Günther beizt ins Grass

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an

Karotte an Karotte
das Wildschwein frißt die Rotte
Hase an Hase
ich Brüghel der Ältere die Nase

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an


Froher Osten

Montag, März 26, 2012


D ICK ICH T

Im Ofen liegt die Frau aus Ton
am Himmel glänzt der Vollmond schon
bei leichter Hitze Schwefelbrand
kommt die Figur herausgerannt

sie klopft sich ab die Krümelbrocken
wartet bis sie klar und trocken
dann Reimfrau aus dem Freiraum raus
und in die Frühlingswelt hinaus

Sonntag, März 25, 2012

Jedes Wort ist ein Gedanke der an seiner Stelle
im vollen geschichtlichen Leben wurzelt und
wirkt und in dem wir diese Wurzeln und
Wirkungen aufsuchen kommen wir zum vollen
Verstehen dieser Wörter. (Leo Weisgerber)
... wie alles was der Mensch über das tierische
Bewußtsein über die Anschauung hinaus erlangt
nur mit der Sprache und durch sie gewonnen wird
... daß Sprache Selbstbewußtsein ist, d.h. Verständnis
seiner selbst, Mitteilung des Sprechens an sich selbst.
(Steinthal) Hier wurzelt die seit Humboldt von neuem
wiederholte Erkenntnis, daß die Sprache nicht so sehr
ein Werk sondern ein Wirkendes, eine Kraft ist, eine
Dynamis nicht ein etwas wie Pulver, sondern ein
Ereignis wie eine Explosion, eine Arbeit des Geistes.

... weil sich das Dasein des Geistes überhaupt nur in
Tätigkeit und als solche denken läßt. (Humboldt)

Donnerstag, März 22, 2012


MORGENPOSTEN

Kannst du mir den Osten borgen
ich bin auf meinem Posten morgen
alles was ich sehen kann
springt mich jeden Morgen an
vor dem Springer Turm der Bauer
Schwarzer Mann auf grauer Mauer
Guggenheim und Luginsland
Sonnenaufgang an der Wand
Artgerecht und Ratherbrecht
Balkenhohl schlägt Mauerspecht
Ohzweiha auf Hazweioh
Spatz Naht Schach Nacht Wo
tausend Beine stehn sich platt
nächster Zuzug Jung von Matt

Donnerstag, März 08, 2012

Das Verb ruft Du Natur
ich such das Eine und das Viele
folg der Tätigkeit laut seiner Spur
gib mir nen Hinweis spiele
zerleg die Perlenkettenschnur
ich will das Unteilbare teilen
im Schöpfen Schreien Schweigen
muß allerorts im Weg verweilen
die Tat tanzt ihren Reigen
und will sich nicht im Schritt beeilen
kreuzen gabeln kreisen kriechen
atmen schauen schmecken riechen
bauen falten gären schieben
schwitzen säen gehen lieben
das Verb ruft du Natur ich werde
Herde sein auf dieser Erde

Freitag, März 02, 2012


Ein Jedes ist sich zugeneigt
im Konsens wie im Widerstreit
Alles wird man gehen lassen
um den Sinn der Tat zu fassen

Samstag, Februar 18, 2012

Der Ball ist rund die Erde auch
die Menge tobt so ist es Brauch

Freitag, Februar 17, 2012

Die schwarze Anna Schwarz

Die schwarze Anna Schwarz
reibt Baryt reizt Kohlenquarz
durchs Auge der Belichtung
liest sie die Pixeldichtung
Kontrast Gedächtnis Narbe
verspaltet sich die Farbe
die Linse bricht das Licht
strahlt undurchsichtig dicht

Donnerstag, Februar 09, 2012

Berlin Bier Gäste im Borchardt Draußen vor der Tür
war es jetz halb sieben oder doch halbvier
Gesten im Wohnzimmer von Demands Replik
brach ich mir beim Stehgeschnöber beinah das Genick
im Fallen rief ich mich Angelica mein lieber Scholli
bestell schon mal das Schnitzel und Sarah Wieners Lolly
Flocke Himmel Scarlett Sohn Kevin in the Spacey
Joe und Mary Jack and Lisa Bob alone meets Mazzy
ich falle weiter 90 Grad Granat hinein in einen Apfelbrat
Gottes Schalk und Jauche was ich jetzt noch brauche
Gendarm geparkt jetzt leibbewohnt auch mächtig
Draußen vor der Tür lebt sichs doch ganz brechtig
Borchardt bring das Brot du Globuli Schmonzette
du schmierst mit Dr. Hauschka die fetteste Boulette
mach mir den Tee Genezareth ne geile Consommé
ich klär das ab mit Fischers Fritz und meiner Schicksalzfee
so lieg ich da auf der Charlotte les Draußen vor der Tür
Kuss Rausch Biss noch in der Hand ne leere Flasche Bier
mir im Gesicht ganz fahle kotz ich nen link zur Berlin ale