E blaue Himmel, drunter luter Wyss
der Wäg e blaui Odere im Schnee.
Es Silberglänze, oben uf de Grööt
blost's Räuchli furt und glitzeret immer meh.
E Glogge lüttet, und der Hügel uf
chrüücht wie ne schwarze Wurm e Lychezug.
Uf de Site! rueft e Bueb, wo chunnt cho zu schlittle,
e Chräj macht syni Fäcken uf zum Flug
http://www.franzhohler.ch/files/mensch.html
Die Erde träumte heute Nacht
den Traum vom großen Schnee
nur langsam ist sie aufgewacht
verwirrt vom Kuß der Fee
Die Häuser sind sich selber fremd
die Straßen machen schlapp
der Bahnhof steht im Sonntagshemd
als reise er gleich ab.
Ein Schneepflug kratzt und kreischt empört
und bleibt auf einmal stehn
das Nützliche ist ganz verstört
was häßlich ist, wird schön.
Ein Kind trägt einen weißen Trumm
wie ein Geschenk im Arm
die Flocken wirbeln still herum
als gäben sie uns warm
Dällebach Kari FILM
https://www.youtube.com/watch?v=79WE237awzw
Mittwoch, Januar 11, 2017
Dienstag, Januar 10, 2017
Wohl anzunehmen ihre Seite
Dies Leben seinen Weg begleite
Vom wandern der Gezeiten
Alle Weiten zu beschreiten
Beginnt in aller Schönheit Wucht
Das Rudern in der Venusbucht
Anzunehmen dieses Geben
Aus dem Bauch Rausch weben
Lendenwirbel Nabelseen
Fingerkuppen Winde wehen
In den Schluchten Quellen
Aderläufe trockne Stellen
Ihre Gräser Dünen Brüste
Sein Rückenbildnis einer Wüste
Glänzend Kupfer Haare speichern
Morgensonnen Licht anreichern
Schöpfend aus den Hülben trinkend
In ihrem Schoß im Vers versinkend
Seite in der Weite liegend
Die Körper Horizonte wiegend
Haut an Haut die Düfte saugen
Inhalieren mit den Augen
Aus sich heraus in sich hinein
Zwei Geschlechter Eins im Sein
Samstag, Januar 07, 2017
Der Geist in den Sprachen
So wird uns schon hier bewußt, dass der Klang, das Aum,
das Haum, der Hauch, im hebräischen Huach (was dort bezeich-
nenderweise Geist bedeutet) urverwandt sind und eine Geschichte
erzählen, die Geschichte der Entwicklung der Menschen und des
Alls, die Geschichte des Werdens.
Es ist wahrlich kein Zufall wenn in den verschiedensten Sprachen
folgende Wörter alle einen Zusammenhang uns zeigen: Latein
Anim - us (Geist), Anim - a (Seele), Griechisch Anem - os (Wind),
Altindisch Atm - a (Atem, Lebenshauch), Deutsch Atem und Odem,
Hebräisch Ruach (Geist), Deutsch Riech - en, Ge - Ruch und
Rauch, also etwas Feinstoffliches. Hier gesellen sich Altnordisch
Rjuk - a (riechen), Angelsächisch Reoc - an (riechen), Altfriesisch
Riak - a oder eben Altdeutsch Riohh - an (riechen) an. Im Alt-
deutschen hat dieses Urwort eine umfassende Bedeutung, wie wir
eben gesehen haben; riechen, duften, einen Geruch empfinden,
dampfen. Das Hauptwort Rauch steht zwar im indogermanischen
Kreis völlig vereinsamt, da im Griechischen selbiges mit Typo - os,
im Latein mit Fum - us, im Altslawischen im Dym - u und im
Altnordischen mit Reyk - r für Rauch bezeichnet wird.
Hebräisch Riach (Geruch, Dampf), Aramäisch Rich - a (Geruch),
Arabisch Rich (Wind, Geruch) oder eben Äthiopisch Reche
(Duft, Geruch) sind weitere Beispiele welche uns beleuchten,
wie alles aus der Einheit entflossen ist, so auch die Sprachen.
Aus: Einblicke in das Wesen der Sprache : Oliver Heinle
So wird uns schon hier bewußt, dass der Klang, das Aum,
das Haum, der Hauch, im hebräischen Huach (was dort bezeich-
nenderweise Geist bedeutet) urverwandt sind und eine Geschichte
erzählen, die Geschichte der Entwicklung der Menschen und des
Alls, die Geschichte des Werdens.
Es ist wahrlich kein Zufall wenn in den verschiedensten Sprachen
folgende Wörter alle einen Zusammenhang uns zeigen: Latein
Anim - us (Geist), Anim - a (Seele), Griechisch Anem - os (Wind),
Altindisch Atm - a (Atem, Lebenshauch), Deutsch Atem und Odem,
Hebräisch Ruach (Geist), Deutsch Riech - en, Ge - Ruch und
Rauch, also etwas Feinstoffliches. Hier gesellen sich Altnordisch
Rjuk - a (riechen), Angelsächisch Reoc - an (riechen), Altfriesisch
Riak - a oder eben Altdeutsch Riohh - an (riechen) an. Im Alt-
deutschen hat dieses Urwort eine umfassende Bedeutung, wie wir
eben gesehen haben; riechen, duften, einen Geruch empfinden,
dampfen. Das Hauptwort Rauch steht zwar im indogermanischen
Kreis völlig vereinsamt, da im Griechischen selbiges mit Typo - os,
im Latein mit Fum - us, im Altslawischen im Dym - u und im
Altnordischen mit Reyk - r für Rauch bezeichnet wird.
Hebräisch Riach (Geruch, Dampf), Aramäisch Rich - a (Geruch),
Arabisch Rich (Wind, Geruch) oder eben Äthiopisch Reche
(Duft, Geruch) sind weitere Beispiele welche uns beleuchten,
wie alles aus der Einheit entflossen ist, so auch die Sprachen.
Aus: Einblicke in das Wesen der Sprache : Oliver Heinle
Freitag, Dezember 30, 2016
Getrude Stein = ist Ungeerdet
Eine weitere schräge Geschichte Ulrichs im Frauendienst ist seine „Venusfahrt“: In Frauenkleidern, verkleidet als „Frau Venus“, reitet er mit großem Gefolge von Venedig nach Böhmen und bestreitet ein Turnier nach dem anderen ihr zu Ehren. Auch diese Geste führt nicht zum Erfolg, so dass er sich erstmal enttäuscht vom Minnedienst abwendet.
Greif mich frei mit deinen Worten
Flüster mir den Busen voll
Schreib vom Dünengras den Orten
Wo du gerne schwingst in Moll
Schreib mir von dem Grenzenlosen
Dass gebunden weiss nicht wie
Das enteifert von den Rosen
Rundgerechnet Wie mal Pi
Lass dich führen von den Geistern
Aus der schaeumend tiefen See
Mach dass ich vor lauter Freude
Mach nen Satz mit Böe und Höh
Lass dich treiben mit den Silben
Flüster mir den Busen voll
Schreib vom Dünengras den Orten
Wo du gerne schwingst in Moll
Schreib mir von dem Grenzenlosen
Dass gebunden weiss nicht wie
Das enteifert von den Rosen
Rundgerechnet Wie mal Pi
Lass dich führen von den Geistern
Aus der schaeumend tiefen See
Mach dass ich vor lauter Freude
Mach nen Satz mit Böe und Höh
Lass dich treiben mit den Silben
Tanz die Aalvokale
Heb dich durch die Meereszeilen
Sing für die Gezeitenwale
Schreib dich durch den Bodden
Schreib dich durch den Sund
Schreib dich auf den Grund und Boden
Mach dein Leben klar Mund bunt
Eimerweise Salzkristalle
Schick ich dir und Grüsse
Durch den Nebel Hühnerstall
Siebzehn Küsse Süsse
Eimerweise gut Gedanken
Für das neue Jahr
Das wir beide uns erhalten
Du im Du fürwahr
Haut an Wort und Wort an Haut
Heute hier und morgen Laut
Leise stehn am Fenster
Zwei selig Nacktgespenster
Donnerstag, Dezember 29, 2016
Mittwoch, Dezember 28, 2016
Saiten Töne Höhen Schwingung
Aus der Masse hier im Kreis
Resonanzen bilden Körper
Unsichtbar wie jeder weiss
Ohne Dämpfung der Bewegung
Aus dem Anschwung freier Fall
Mit dem Pendel in Verbindung
Schub erhaltend prellt der Ball
Ohne Wissen Faktor Null
Einfach spielt die Hand
Vor den Linien Bilder zeichnend
Dargestellt der freie Stand
Rezeption und Deutungslehre
Was berührt die Haut
Geistesleben in der Phase
Wie es mit den Augen schaut
Aus der Masse hier im Kreis
Resonanzen bilden Körper
Unsichtbar wie jeder weiss
Ohne Dämpfung der Bewegung
Aus dem Anschwung freier Fall
Mit dem Pendel in Verbindung
Schub erhaltend prellt der Ball
Ohne Wissen Faktor Null
Einfach spielt die Hand
Vor den Linien Bilder zeichnend
Dargestellt der freie Stand
Rezeption und Deutungslehre
Was berührt die Haut
Geistesleben in der Phase
Wie es mit den Augen schaut
Dienstag, Dezember 27, 2016
Montag, Dezember 26, 2016
Was Gewicht hat kann man wiegen
Das Weltich schreibt sich laufend fort
Mit dem Reim und mit dem Wort
* * * * * * * * * * * * * * * * * *
Meister Rumzlants Leben und Dichten 12. Jh
https://archive.org/stream/bub_gb_b1w8smFb9b4C/bub_gb_b1w8smFb9b4C_djvu.txt
aber du darfst dich darum nicht über andere erheben; gott gibt einem Sachsen wohl auch so viel wie einem Schwaben! der Marner hatte einen wütenden Spruch (XIII. 3) gegen dir gelehrte anmassung eines kunstgenossen — ich zweifle nicht, dass der Meissner gemeint ist *) — geschlossen mit den Worten ja, er übersinnic , tutnber gouch. las uns ein tütsei gof gerjeUn des sinnes auch : er künste git ich meine an shne dunke. R- worte : daz Stinte Pawel in der pisteln hat gesprochen : ,got git nach sinem wttteri la das angerochen! müssen als eine un- mittelbare anknüpfung hieran erscheinen, indem sich unser dichter seines verehrten (87) landsmannes und sangesgenosseD gegen den Schwaben annimmt, wie dieser in Gervelin MSH III 38 b und Boppe MSH II 384 a helfer findet. — immerhin ist das noch durchaus massvoll gehalten ; R. erkennt Marneiv geistige Überlegenheit an und wendet sich nur gegen seinen hochmut. dann aber gibt er ein rätsei zum besten (C 11. das an deutlichkeit und grobheit allerdings nichts zu wünschen übrig lässt. ,Ren ram rint rehte raten riteli sagt er den namen umkehrend (die auflösung marner ist in C von alter band an den rand geschrieben), ,es ist ein remitier an Wildheit, ein bock an Ungeschicklichkeit, an anstand ein rind; vor alter geht es rückwärts und trägt doch seine grauen hare aal einem kindskopf.'** ) wir begreifen diese derbe spräche, wenn wir uns die masslose überhebnng Marners vergegenwärtigen, der den unendlich hoch über ihm stehenden Reinmar v. Zweter einen tönedieb und lügner schilt, um ihm gleich darauf seine lügenmärchen möglichst wörtlich nachzuahmen. — als aber mörder den schwachen, erblindeten greis erschlagen haben, da widmet ihm R. einen tiefempfundenen nachruf (9), der an edelmut wenigstens der klage Walthers um Reinmar in nichts nachsteht, der Marner ist bestimmt vor 1287, wahrscheinlich vor 1273 gestorben (Strauch s. 22); auch die scheltspruche R.s gegen ihn fallen in sein alter.
Sonntag, Dezember 25, 2016
Es ist
Als ob der Morgen heut
Das ganze Jahr vereint
Im Augenblick der Stunde
In seinem Sein erscheint
Es ist
Als ob das Jahr gebogen
In seiner Krümmung liegt
In seinem Wesen werdend
Der Geist das Wort sich biegt
Es ist
Als ob die Stunden wach
Die Wege sie umringen
Im Wechselspiel der Noten
Die Luft fängt an zu singen
Es ist
Als ob sowohl als auch
Der Dinge Zeit und Raum
In ihren kleinsten Teilchen
Ist Wirklichkeit auch Traum
Es ist
Als ob die Fragen
Die Antwort sind der Zeit
Und keiner kann uns sagen
Wie nah ist wirklich weit
Als ob der Morgen heut
Das ganze Jahr vereint
Im Augenblick der Stunde
In seinem Sein erscheint
Es ist
Als ob das Jahr gebogen
In seiner Krümmung liegt
In seinem Wesen werdend
Der Geist das Wort sich biegt
Es ist
Als ob die Stunden wach
Die Wege sie umringen
Im Wechselspiel der Noten
Die Luft fängt an zu singen
Es ist
Als ob sowohl als auch
Der Dinge Zeit und Raum
In ihren kleinsten Teilchen
Ist Wirklichkeit auch Traum
Es ist
Als ob die Fragen
Die Antwort sind der Zeit
Und keiner kann uns sagen
Wie nah ist wirklich weit
Freitag, Dezember 23, 2016
EINNEHMEND IN DEN STUNDEN
AUFSCHLIESSEN DICH DIE WUNDEN
komm bild komm schau komm über mir
der wolken schritte drei und vier
die becken tanzen wohlgesang
im schieben ziehen atem klang
genussvoll in die weite
nackt acht länge breite
rudernd hände schwemmholz steine
liegend küssen arme beine
gräser treiben sand umher
hier und da ein brocken teer
der wolken schritte drei und vier
die becken tanzen wohlgesang
im schieben ziehen atem klang
genussvoll in die weite
nackt acht länge breite
rudernd hände schwemmholz steine
liegend küssen arme beine
gräser treiben sand umher
hier und da ein brocken teer
wellenbogen in der ferne
in den augen leuchten sterne
haut an haut an haut an haut
lieg ich da dir anvertraut
Dienstag, Dezember 20, 2016
Sonntag, Dezember 18, 2016
Ausentspannt vom Licht das Meer
Auszuhalten halt mal Inne
Spende Pausen für die Sinne
Mit dem Ballen drück die Erde
Mit den Händen falte Werde
Mit dem Hintern Bäume reiben
Mit der Nase Briefe schreiben
Mit den Augen nähre Sterne
Mit der Schulter schiebe Ferne
Mit dem Zwerchfell Kerzen heben
Mit dem Speichel Federn kleben
Mit den Zehen Staub verschieben
Mit den Ohren Töne lieben
Mit der Brust treib Schlaufen
Mit dem Bauch geh laufen
Mit dem Atem atme Wolken
Mit den Haaren wird gemolken
Mit dem Mund bewege Orte
Mit dem Herz vermahle Worte
Mittwoch, Dezember 14, 2016
Dienstag, Dezember 13, 2016
Mittwoch, Dezember 07, 2016
Mannheimat Kugel Kuss verwöhnt
die Liebesgabe all versöhnt
Schau aus der Ferne weht ein E
More Edoga amorego.de
Treibgut Schwemmholz Flaschenglas
Weshalb warum das wie fragt was
Elastisch sich Gedanken zeigen
Die Geraden sich verneigen
Primär die Wirklichkeit der Gunst
Die Konzeptkunst nur noch Dunst
Mehrfach die Verbindung Zeugnis
Unendlichkeit als plastisches Ereignis
Dort auf der Friesenheimer Insel
Steht Edoga ohne Farbe ohne Pinsel
Nur mit den Händen unvollendet
Er die Dinge sammelt wendet
Im großen Haufen Allvertont
Im machen seine Kunst bewohnt
Das Üben üben überall
Gelungen auch im freien Fall
So wächst das Wirken als Skulptur
Der Flaschenpostmoderne Spur
Man muss den Faden führen können
Und den Weg beim Namen nennen
VATER RHEIN UND MUTTER NECKAR
Für die Menschen reiner Nektar
UND ART VERMUTEN ANKERT REICH (anagramm)
RUND ATMET KURVEN ARTEN REICH (anagramm)
Das Magische zieht schiebend
Die Balance der Dinge liebend
Im Gleichgewicht der Referenzen
Der fliessend Zufall schickt Tendenzen
Im Knoten Theorie gebrochen
In der Schlaufe Praxis kochen
Man sieht nur was man weiss ich nicht
Im Licht das Gegenlicht im Licht
Nichteuklidisch Hände ringend
Mit Axiomen Anarchien singend
Neue Formen der Erlernessenz
Die_Erde_in_sich_selbst_Präsenz
Im Mannheimer Kugelsein
Man klug annehme diesen Reim
Von einem Kern ausgehend wandernd
Begreif freigeb das Denken als mäandernd
http://schindelbeck.org/hommage-an-mo-edoga-im-mannheimer-kunstverein-mit-erwin-ditzner-claus-boesser-ferrari-bruno-nagel/#lightbox%5Bgroup-0%5D/5/
Gemeinsam mit dem Mannheimer Kunstverein
planen die Musiker Claus Boesser-Ferrari,
Erwin Ditzner und der Textkünstler Bruno Nagel
eine musikalisch-performative Hommage
an den Künstler, die am 09.12.2016
um 18.00 Uhr zur Aufführung kommen wird.
http://www.mannheimer-kunstverein.de/planen die Musiker Claus Boesser-Ferrari,
Erwin Ditzner und der Textkünstler Bruno Nagel
eine musikalisch-performative Hommage
an den Künstler, die am 09.12.2016
um 18.00 Uhr zur Aufführung kommen wird.
Montag, Dezember 05, 2016
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