ueber musik etwas zu sagen ist selbst schon ein paradox .
es gibt eine spannung zwischen wort und musik, die von anfang
an, schon in der griechischen mythologie, eine tragische und
frustrierte spannung ist . die sprache ist immer eifersuechtig
auf die musik, war es immer . in der sprache herrschen die
fesseln der logik . musik dagegen kennt die polyphonie, musik
kann mit der zeit spielen, kann die zeit umdrehen, im kanon,
im kontrapunkt . die sprache kann es nicht . (george steiner)
Montag, April 09, 2007
Freitag, März 16, 2007
Donnerstag, März 15, 2007
Montag, März 12, 2007
"Ihr schmeichelte das rechte Bedenken, so wurde sie überzeugt.
Nachdem die Denkbarriere gefallen, sprang auf das Tor
und öffnete breit den ansonsten verschlossenen Abgrund
(zwischen Schein und Sein), die erzbeschienten Pfosten drehten
sich in ihren Pfannen, und das rechte Bedenken lenkte gerade
hindurch Intuition und Bewußtsein."
(aus: Das Lehrgedicht des Parmenides ca. 500 v.Chr.)
Nachdem die Denkbarriere gefallen, sprang auf das Tor
und öffnete breit den ansonsten verschlossenen Abgrund
(zwischen Schein und Sein), die erzbeschienten Pfosten drehten
sich in ihren Pfannen, und das rechte Bedenken lenkte gerade
hindurch Intuition und Bewußtsein."
(aus: Das Lehrgedicht des Parmenides ca. 500 v.Chr.)
Sonntag, März 11, 2007
Dienstag, März 06, 2007
MULCHMISCHUNG
Gelbklee Hornschotenklee Weißklee
Luzern Esparsette Rotklee Alexandrinerklee
Inkarnatklee Schwedenklee Zottelwicken
Ölrettich Winterraps Winterrübsen Gelbsenf
Phacelia Buchweizen Ackersenf Futtermalve
Kleiner Wiesenknopf Spitzwegerich Schafgarbe
Weiße Wucherblume Gänseblümchen Kuemmel
Echte Kamille Wegwarte Wilde Möhre
Gelbklee Hornschotenklee Weißklee
Luzern Esparsette Rotklee Alexandrinerklee
Inkarnatklee Schwedenklee Zottelwicken
Ölrettich Winterraps Winterrübsen Gelbsenf
Phacelia Buchweizen Ackersenf Futtermalve
Kleiner Wiesenknopf Spitzwegerich Schafgarbe
Weiße Wucherblume Gänseblümchen Kuemmel
Echte Kamille Wegwarte Wilde Möhre
Montag, März 05, 2007
schwester nester was macht die nase vase voll wie die blase
tropft wein wie die traube schraube aus deiner locke die taube
jetzt fetzt benetzt du stehst im licht bricht wo schatten horror
das messer sticht dicht dein knie sieh tief ist die tugend das
schamhaar der jugend ist weich reich wie das fell im samen
der buche fluche suche und fliehe ziehe heart herzgebirge
vergluehe verbluehe versammel die quellen die stellen im
dunkeln im hellen begreife die zeit geist reisst deine schleife
verlaeuft meist die acht unendlich dunkel die nacht entfacht
die silbe die stille die liebe die fuelle die triebe dein wunsch
ist der suender chor all der muender gleichklang der toene
versoehne den gaumen damen lippen beiss in die pflaumen
schmeck lecke den saft gib licht in die augen pfauen saugen
steig in dein becken schulter hol kraft reib treib ein dich mit
milch mutter der kinder geh auf die weide leide bruell wie die
rinder leg an die felle die falle voll gras das menschliche mass
trag ab das denken sand land zu verschenken tau auf die sinne
regen rinne biene und waben speicher das sein singe im haben
tropft wein wie die traube schraube aus deiner locke die taube
jetzt fetzt benetzt du stehst im licht bricht wo schatten horror
das messer sticht dicht dein knie sieh tief ist die tugend das
schamhaar der jugend ist weich reich wie das fell im samen
der buche fluche suche und fliehe ziehe heart herzgebirge
vergluehe verbluehe versammel die quellen die stellen im
dunkeln im hellen begreife die zeit geist reisst deine schleife
verlaeuft meist die acht unendlich dunkel die nacht entfacht
die silbe die stille die liebe die fuelle die triebe dein wunsch
ist der suender chor all der muender gleichklang der toene
versoehne den gaumen damen lippen beiss in die pflaumen
schmeck lecke den saft gib licht in die augen pfauen saugen
steig in dein becken schulter hol kraft reib treib ein dich mit
milch mutter der kinder geh auf die weide leide bruell wie die
rinder leg an die felle die falle voll gras das menschliche mass
trag ab das denken sand land zu verschenken tau auf die sinne
regen rinne biene und waben speicher das sein singe im haben
Samstag, März 03, 2007
Fuer den Dichter ist der Mittag der Augenblick, "in dem man
auf dem Nacken geht"; fuer einen anderen ist es der Moment,
in dem "die Sonne ihren Schatten verschlingt wie das Feuer
die Reiser". (Zitat al-Bíruní)
Man versuche nie einen Schatten in Materie zu verwandeln .
(aus Casati-dieEntdeckungdesSchattens)
auf dem Nacken geht"; fuer einen anderen ist es der Moment,
in dem "die Sonne ihren Schatten verschlingt wie das Feuer
die Reiser". (Zitat al-Bíruní)
Man versuche nie einen Schatten in Materie zu verwandeln .
(aus Casati-dieEntdeckungdesSchattens)
Freitag, März 02, 2007
This is my living faith, an active faith, a faith of verbs:
to question, explore, experiment, experience, walk, run,
dance, play, eat, love, learn, dare, taste, touch, smell, listen,
argue, speak, write, read, draw, provoke, emote, scream,
sin, repent, cry, kneel, pray, bow, rise, stand, look, laugh,
cajole, create, confront, confound, walk back, walk forward,
circle, hide, and seek.
To seek: to embrace the questions, be wary of answers.
Terry Tempest Williams, naturalist and author (1955- )
to question, explore, experiment, experience, walk, run,
dance, play, eat, love, learn, dare, taste, touch, smell, listen,
argue, speak, write, read, draw, provoke, emote, scream,
sin, repent, cry, kneel, pray, bow, rise, stand, look, laugh,
cajole, create, confront, confound, walk back, walk forward,
circle, hide, and seek.
To seek: to embrace the questions, be wary of answers.
Terry Tempest Williams, naturalist and author (1955- )
Dienstag, Februar 27, 2007
Montag, Februar 26, 2007
Sonntag, Februar 25, 2007
Wir kennen eigentlich nur das, was sich selbst kennt. Von diesem
tiefsinnigen Gedanken aus erscheint die Konsequenz natürlich: die
Natur ist unbegreiflich per se. Sie ist es gar nicht aus einem zufälligen
Grunde, sondern sofern das Licht des Bewußtseins sie nur von außen
trifft. Sie erscheint nun aber als ein Universaltropus des Geistes, d. h.
als ein symbolisches Bild desselben. Demgemäß ist sie durch diesen
allein verständlich. Und wie nun Hardenberg in betreff des innersten
Geheimnisses unserer selbst in unaufhörlichen Vermutungen begriffen
ist: so sieht er auch das diesem entsprechende Innerste der Natur wie
in den wechselnden Beleuchtungen solcher auf- und absteigender
letzter Konzeptionen. »Die Welt ist eine sinnlich wahrnehmbare, zur
Maschine gewordene Einbildungskraft.« Dann wieder erscheint ihm
das Herz als der Schlüssel der Welt. Oder er findet, daß wir immer
zuletzt an den Willen stoßen, als hervorbringenden Grund. Dieser
Wechsel, vermöge dessen das ganz voneinander Abstehende wie
Schatten ineinander verfließt, liegt in der Natur dieser Konzeptionen.
Er erscheint schon in Jakob Böhme, dessen Einfluß hier, wie in
Schellings späterer Epoche und in Schopenhauer sichtbar ist.
Ganz deutlich ist nur die negative Erkenntnis, daß die Welt, wie wir
sie nicht anders als nach Analogie unseres Ich aufzufassen vermögen,
nicht aus der Vernunft, als dem Grundcharakter desselben erklärt
werden könne, sondern aus einer gärenden Tiefe dieses Ich, welche,
uns selber Geheimnis, in Wille, Gemüt oder Einbildungskraft
mindestens ebenso primär hervorbreche.
(Dilthey . Das Erlebnis und die Dichtung 1906)
tiefsinnigen Gedanken aus erscheint die Konsequenz natürlich: die
Natur ist unbegreiflich per se. Sie ist es gar nicht aus einem zufälligen
Grunde, sondern sofern das Licht des Bewußtseins sie nur von außen
trifft. Sie erscheint nun aber als ein Universaltropus des Geistes, d. h.
als ein symbolisches Bild desselben. Demgemäß ist sie durch diesen
allein verständlich. Und wie nun Hardenberg in betreff des innersten
Geheimnisses unserer selbst in unaufhörlichen Vermutungen begriffen
ist: so sieht er auch das diesem entsprechende Innerste der Natur wie
in den wechselnden Beleuchtungen solcher auf- und absteigender
letzter Konzeptionen. »Die Welt ist eine sinnlich wahrnehmbare, zur
Maschine gewordene Einbildungskraft.« Dann wieder erscheint ihm
das Herz als der Schlüssel der Welt. Oder er findet, daß wir immer
zuletzt an den Willen stoßen, als hervorbringenden Grund. Dieser
Wechsel, vermöge dessen das ganz voneinander Abstehende wie
Schatten ineinander verfließt, liegt in der Natur dieser Konzeptionen.
Er erscheint schon in Jakob Böhme, dessen Einfluß hier, wie in
Schellings späterer Epoche und in Schopenhauer sichtbar ist.
Ganz deutlich ist nur die negative Erkenntnis, daß die Welt, wie wir
sie nicht anders als nach Analogie unseres Ich aufzufassen vermögen,
nicht aus der Vernunft, als dem Grundcharakter desselben erklärt
werden könne, sondern aus einer gärenden Tiefe dieses Ich, welche,
uns selber Geheimnis, in Wille, Gemüt oder Einbildungskraft
mindestens ebenso primär hervorbreche.
(Dilthey . Das Erlebnis und die Dichtung 1906)
Samstag, Februar 10, 2007
Abonnieren
Posts (Atom)

