Montag, August 07, 2017

Erde Rede
Rede Erde
Werde Sprache
Sprache Werde

 Stumm verläuft der Augenblick
Doch das Auge weicht zurück
Bleibt die Hand bei ihrer Fläche
Schreibt der Aufschrei nun das Stück 

Ist der Widerhall verklungen
Und der Mundraum trotzt der Kimme

Bricht das Wort sowohl als auch
In der Tat folgt ihr die Stimme 

Donnerstag, Juli 27, 2017

 Ausstellung 

MBHALF/FULLMD

Anlässlich des 130. Geburtstages von Marcel Duchamp (1887-1968) 
und des Geburts- und Todestages von Marcel Broodthaers (1924-1976) ein.
UN COUP DE DÉS JAMAIS N’ABOLIRA LE HASARD …
Kuratiert von Pierre Granoux (LageEgal) 
und Dr. Michal B. Ron (A guest + a host = a ghost)

28. Juli 18.00 Uhr

FREEHOME
Vadim Zakharov
Eisenacher str. 103a
10781 Berlin

One for the monkey
Two for the show
Three for the ready made
Four for go

Five for the concept
Six for the sense
Seven for the heaven
Eight after pants

Nine for the Nein
Ten for the dance
Eleven for the eyes
Twelve after elf

Donnerstag, Juli 20, 2017



WORDSCHOPPEN am BURGGYMNASIUM SCHORNDORF

music by blabbermouf 
https://www.youtube.com/watch?v=40QvIf3MaK8&list=RDM7uJ0li5I98&index=8

Freitag, Juli 14, 2017

Atem holen Zettel sammeln
Auf dem Erdenboden gammeln
Beeren kochen lecken Spatzen
Wölfe heulen Bären kratzen

Sommer kleben Sterne zählen
Die Organe sich vermählen
Aufverwildern neben Höhlen
Ahnen schreien brüllen nöhlen

Wunden heilen Wundertüten
Cosmea culpa Dosenblüten
Eimerweise Wasser saufen
Schnaps verdrehen Käfer taufen

Auf den Wellen Quellenreiten
Mit dem großen Wagen streiten
Och mal in der Nase bohren
Den Apollo aus den Horen

Nachtgesänge unterm Tisch
Allet Gummi mach mal frisch
Linke Schulter Strudel Topfen
Danken lesen Schenkel klopfen


Freitag, Juni 30, 2017


BOATENG = BETON AG 
anagramm

Montag, Juni 26, 2017


Spiegel zerren Proteine
Nachbarn in die Scheune
Rufen Heumatrosenkreuzer
Verkehrt herum um Neune

Die Kunst zu spielen 
auch wenns schlecht ist
Der Permalink zieht Frost
Dann muss man halt mal auswärts spülen
gegebenenfalls beim AC Most

Schluckaufwärts sieh der Sternenhimmel
Der große Wagen die Tribüne
Ick will mir liebst verherzen
verdeckeln mit der Zeitmaschine

Aufbegehrung Eis Schweiss Harz
Krusendienst Prodomo Pelle
Ellipsen Lippen Linsen Lid
Kartoffelstärke Mauer Schwelle 

Am Ende eines Tisches
Haaransatz vom Körper Wellen
Die Fledermaus kann schwimmen
Maulauf schreiend bellen

Komm jetzt nach vergär im Sein
Bring dem kleinen Finger Leere
Hör nicht auf die Amselsprosse
Spiel mit der Johannisbeere

ABENDS ZIEHEN DIE MÜDEN NACH

FOTO PETER FRANCK

Freitag, Juni 23, 2017


Somnambul verzweit die Höhe der Flaum 
dies schwärmen und weinen
Feld Tag Wald auf Hügeln und Höhn 
in Gräsern und Kräutern
verübten die Wolken ein Lied 
verklebten die Schafe  
Welch Halm suchte Trost 
bei den Kelchen den Blüten
Heiter der Bissen schäumend der Himmel 
und munter die Erde

Montag, Juni 19, 2017


Steine Berge Höhen Wege
Knarzende Fraktale
Glasass Keilaxt Sonnensäge
Nachtschweiss Tagesschale

Am Leben klebt der Atem
Am Bein da hängt der Arm
Am Fluss da liegt der Hatem
Am Himmel schwebt der Schwarm

Deutscher Dialekt

Montag, Juni 12, 2017

stallmucke von maurice brown
https://www.youtube.com/watch?v=aOhKH87wrrA

Hat mich schon wer aufgefressen
Bin ich noch am Leben
Will die Presse mich erpressen
An welchem Wort soll ich heut kleben

Schweine Licht der Segen Welt
Die Sau sich seitwärts schlafend stellt
Grunzen Grund Zen Buddha Dharma
Pflicht erfüllend Rüssel Karma

In der Gruppe nah beim andern
Kann der Herzschlag weiter wandern
Man gesellt sich schafft vertrauen
Der Augenblick um zuzuschauen

Am Leben klebt der Atem
Am Bein da hängt der Arm
Am Schlamm da liegt der Hatem
Am Himmel schwebt der Schwarm


WENIGER ISCH SCHWER * Br


Denn der dominante Duftstoff der Trüffel unterscheidet
sich nur unwesentlich vom Sexualduftstoff des Ebers. Drei
Milliarden Riechsinneszellen in der Schweinsnase lösen im
Schweinshirn Erinnerungen an wilde Schäferstündchen aus,
und das Tier beginnt enthemmt, nach dem Verursacher solcher
Wonne zu graben. (zeit 09/05)

Samstag, Juni 10, 2017


PFLANZE EINEN FREIEN WILLEN

Mittwoch, Juni 07, 2017


Das Karnickel is nich doof
und spricht zum Philosoph

und sagt sprich ma kein scheiß
ich weiss das ich nichts weiß

es denkt und sagt ich bin
vom Scheitel bis zum Kinn

das Nickerchen im Sand
alles fliesst ist ihm bekannt

so gesehen könnt man sagen
man sollt auch das Karnickel fragen

wenn es geht um Existenzen
und gedachte Wortessenzen

hobelt es in der Garage
denkt es sich in Schöpfungsrage

schlüpft in sein Kostüm
und sprüht sich ein mit Erdparfüm

Hase und Triumph RAE Farm

Dienstag, Juni 06, 2017


Die Nacht singt leise ihre Lieder
Am Firmament der Nussgesang

Die Stille in den Stimmen
Häuser Atem fehlbar Klang

Von weither hört man Wände reden
Wie sie sich dem Sehen stellen

Auch aus den Höhen fallen Worte
Asphaltfalter falten quellen

yogisoul
https://www.youtube.com/watch?v=e6sP6A-MKg4

Montag, Juni 05, 2017


SPRACHE

die sonne spricht zu uns mit licht,
mit duft und farbe spricht die blume,
mit wolken, schnee und regen spricht
die luft. es lebt im heiligtume
der welt ein unstillbarer drang,
der dinge stummheit zu durchbrechen,
in wort, gebärde, farbe, klang
des seins geheimnis auszusprechen.
hier strömt der künste lichter quell,
es ringt nach wort, nach offenbarung,
nach geist die welt und kündet hell
aus menschenlippen ewiger erfahrung.
nach sprache sehnt sich alles leben,
in wort und zahl, in farbe, linie; ton
beschwört sich unser dumpfes streben
und baut des sinnes immer höh´ren thron.

in einer blume rot und blau,
in eines dichters worte wendet
nach innen sich der schöpfung bau,
der stets beginnt und niemals endet.
und wo sich wort und ton gesellt,
wo lied erklingt, kunst sich entfaltet,
wird jedesmal der sinn der welt,
des ganzen daseins neu gestaltet,
und jedes lied und jedes buch
und jedes bild ist ein enthüllen,
ein neuer, tausendster versuch,
des lebens einheit zu erfüllen.
in diese einheit einzugehn,
lockt euch die dichtung, die musik.
der schöpfung vielfalt zu verstehn,
genügt ein einziger spiegelblick.
was uns verworrenes begegnet,
wird klar und einfach im gedicht:
die blume lacht, die wolke regnet,
die welt hat sinn, das stumme spricht.  H.H.

Donnerstag, Juni 01, 2017


Go with soul and soul within
be the ocean in the drop

music * alfa mist


Dienstag, Mai 30, 2017


Grundbedingung Existenz
Dose Hartholz Ichessenz
Kannste det mal buchstabieren
Ick glob det muss man erst halbieren

Ick globaldrian die Katze
Auf der Windverteilmatratze
Cumulus die dicke Wolke
Milchwirtschaft die Mittemolke

Haste mal ne Duftschablone
Aus der Johanniterbohne
Kannste mir det mal verschreiben
Dann will ick mir det einverleiben

Mach ma nich auf mir is kalt
Im Bambushain vom Wildfallwald
Stempel mir dir Stirn
Nudel Dicke Dirn

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Playing Bass with Thundercat


Montag, Mai 29, 2017


Ich mag Pferde auch im See
Schweine rudern Welt im Tee
Mein Kühlschrank heisst Sahara
Fass das Codewort Mara Mara

Ich mag die Sauna wenn sie schwitzt
 Fett die Porenhaut aufritzt
Deine Hitze lieb ich auch
Souljanka heisst bei uns der Bauch

Ich lieb die Ringe Ehe nicht
Gemeinsam ist mir das zu dicht
Ich mag die Bläschen in der Lunge
Und deine abgefahrne Zunge

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BILDUNG BILDE DUNG

http://www.netzpiloten.de/revolution-evolution-bildung-unterricht-update/

Dienstag, Mai 23, 2017


Akeleien Leier Käse
Lichteinfluss
die Blütenlese
Aufgehbraut die Luft ist kühl
Gegen Mittag leise schwül
Stillstand in den Ähren
Chlorophyll Brut gären
Insekten sind die
Erdenmeister
Klein klein klein
der Lebenskleister
Schwalben schreien 
Spielen Schwalben
Viertel Hof im
Garten Halben
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Grounding by Langoth

Freitag, Mai 19, 2017


DREI GETEILT DURCH VIER ISS SCHÖN
GEMEINSAM VESPERN WIEDERSEHEN

Mittwoch, Mai 17, 2017

Komm mit mir und schäl mich auf

Jede Öffnung Sonnen Strahlen
Geigen Winde in den Sphären
Wege endlich Mohn vermahlen
Dein dir mir mein mich Gelbbegehren
 
 Durchkreuze meinen Lebenslauf

Freitag, Mai 12, 2017

Vertikal die Düfte schweben
Augen lieben Erdverweben

Die Berührung Wesen Licht
Aus der Nacht die Ruhe Brut
Hände schnüren dicht dicht dicht
Herz an Herz die Muschel ruht

Mittwoch, Mai 10, 2017


Mädchenrätsel

Träumt er zur Erde, wen,
      Sagt mir, wen meint er?
Schwillt ihm die Träne, was
      Götter, was weint er?
Bebt er, ihr Schwestern, was,
      Redet, erschrickt ihn?
Jauchzt er, o Himmel, was
      Ist's, was beglückt ihn?

Montag, Mai 08, 2017


Der Wölffin läuft voraus die Stunde
Durch ihre eigne Shreksekunde
In ihren Augen zeichnet Leere
Die Weite auf in ihrer Schwere

Penthesilea Fell verlauert
Wartet auf Achill
Niederknieend Zizek läutert
Alle Vögel werden still

WAS WIR FRAGEN UND ANTWORTEN IST TEIL
UNSERER ORGANISCHEN VERFASSUNG


Freitag, Mai 05, 2017

 

Das Wetter ist zum Kälte schreien
Mein Ofen der is aus
Sie fesselt Luft mit dem Ballon
Kitschpinsel bleibt zuhaus

Donnerstag, Mai 04, 2017

BEDEUTUNGSSCHWAGER

Im Hof von Anna Hof
Something done and gone
Donkey Don Key
All steal nothing 
One for One for One

Wadi Yoghurt Yomama
Habicht Seilzug Ja Aha
Nebel Scheiben Rosa Haut
Dosenglück und Menschenbraut

Dienstag, Mai 02, 2017


ISENHEIMER FALTER

Nur noch Kinderbücher zu lesen...

Nur noch Kinderbücher zu lesen,
Nur noch Kindergedanken zu hegen,
Alles Große ganz weit zu verwehen,
Aus tiefem Kummer stets aufzuerstehn.

Ich bin vom Leben so tödlich geschafft,
Dass ich von ihm nichts mehr annehmen werde,
Ich liebe jedoch diese kärgliche Erde,
Weil ich noch nie eine andere sah.

Ich schaukelte in einem Garten, weit fort,
Auf einer einfachen, hölzernen Schaukel.
Hohe Tannen am dunklen Ort
Sah ich, erinnernd, durch Traumnebel gaukeln.

1908 Ossip Mandelstam 

Montag, Mai 01, 2017


 REALAESTATE  

Donnerstag, April 27, 2017


Rose (rothe)

Ich liebe Dir! ich liebe Dich!
Wie’s richtig is, ich weeß es nich,
Un’s is mich auch Pomade!


Wie, wenn ich lieb’, es heißen muß,
Zu fragen erst den Heinsius,
Wär’ um die Liebe schade!


Ich liebe Dir, ich liebe Dich,
Wie’s richtig is, ich weeß es nich,
Doch klopft mein Herz so schnelle!


Ich lieb’ nicht auf den dritten Fall,
Ich lieb’ nicht auf den vierten Fall,
Ich lieb’ auf alle Fälle.


Adolf Glaßbrenner (1810 - 1876 Berlin)

Mittwoch, April 26, 2017


Paradiesseits spreizt das Land
Lebensformen aus der Hand
Aus den Fingern sprudeln Quellen
Linien die Kartoffeln pellen

Bohnen Stab verletzte Erbsen
Faulvergnügt als Hautopsie
Ausgehzüge mit dem Verbzen
Strahlt der Drester Mutopie

Selbst verschreiben feilen platzen
Überm Frühstück Flugzeugspatzen
Kalte Schale Pudding Flechten
Hausgebeizt ins Fenster hechten

Aufgewaschne Dardanellen
Jenseitsschweiss nackt aufgebockt
Überalltagsrauschen Schwellen
Halt Aufschwinger aufgestockt

Geht was von der Leber weg
wäscht sichs wieder dran
Hat das Meer ein großes Leck
Denk nich mehr daran

Stock Holm stellt die Schrift
Mit und ohne Gift
Tinte sudelt Leiber schreibt
Duft dir deine Nase reibt

Komm und geh und tu als ob
Sende fühl mäandernd
Mach die Welle sei so top
Auf und abseits wandernd

Mach den Mund zu Fragezeichen
Spiel mit deinem Wissen
Gleise laut verkaufe Weichen
Wo ist hier das Ruhekissen

Maria Ave Ba_nana
Chateaux Slot the Pony
Go the rhytm Nana Nana
Sing for Schatzi Sony

Blase Hauch verflüster Pollen
Venen Nosferatustollen 
Sinn Licht Fieber Farbe
Zeig mir deine Narbe


Dienstag, April 25, 2017

DER SCHREI DER AHNEN
aaaDer Abgrund der Ahnen
aaaverbreitet Entsetzen,
aaaWorte, die platzen,
aaaTrommel voll Wahn
setzt an zur Toccata unheimlichen Zaubers
und in das wütende Schlagen der Ziegenklöppel
schreit ein Rhythmus im Gleichklang von Fieber und Angst
sein einziges Wort.
aaaStimme des Aufruhrs,
aaafinstere Schmähung,
aaauralten Frevels
aaaausschließlicher Laut.
Er kam aus den Zeiten und fliegt in die Zeiten,
aus wilden Fäusten in schmutzige Hände,
Gelächter aus Seufzern, gefrorenes Lachen,
ein Flüchechoral.
aaaDer Abgrund der Ahnen
aaaverbreitet Entsetzen,
aaaStimme der masse,
aaaBrüllen voll Wahn.
Gesang aus dem Schatten, Schrei aus der Erde,
in wilden Tänzen führt er zum Schwindel,
trommelt und ruft uns, verwirrt und erschreckt uns,
heimtückisches Zeichen, ach! wie es uns packt
aaavon fern und so fremd
und von damals her wirrt und uns packt und uns einscharrt,
hart und hohl und stumm und schwarz und zerstört − −
aaaSchrei aus der Erde,
aaafinstere Schmähung,
aaauralter Schmerzen
aaaausschließlicher Laut.
José Manuel Poveda 

http://www.planetlyrik.de/janheinz-jahn-hrsg-schwarzer-orpheus/2012/06/

Montag, April 24, 2017


BUCH HAND LUNGE 

Im Wald mit König Walther
Wird die Axt zum Herrgottspalter

Spalte Falte Buch Hand Lunge 
Formausbildend Worte Zunge


Freitag, April 21, 2017

Poesie lebt vom Sprachüberschuss, von Wörtern, die Bedeutung überspringen und Klangfarbe und Rhythmus modulieren. Die poetische Sprache widersteht der Logik der effizienten Bedeutungsproduktion und dem funktionalen Austausch von Zeichen. Sie entzieht sich der algorithmischen Abstraktion und den Regeln der Pragmatik.
Die Poesie ist längst eine Quelle der Inspiration für die bildende Kunst. Die Ausstellung der Kunsthalle Wien interessiert sich allerdings weniger für eine Poesie der sich reimenden Worte, als für das, was der Linguist Roman Jakobson als die „poetische Funktion der Sprache“ bezeichnet hat: die ästhetische Dimension der Sprache, die über ihre bloß kommunikative Funktion hinausgeht. 

http://www.kunsthallewien.at/#/de/ausstellungen/mehr-als-nur-worte-uber-das-poetische

Samstag, April 15, 2017

jahresringe wieder geben
fremdverwalded 
aus den ringen tage weben
blattverfärbend
aus den tagen naechte heben
ringsummantelt
in den stunden rhythmisch leben
nahtverswirkend

vorwaerts gehen treiben streben
spaltverblutend
harz vers tanz aufleibend reben
wundauflaufend
lungen pumpen luft verbeben
brustabzirbelnd
kosmisch stroemt der duft aus theben
restverschimmelnd


Freitag, April 07, 2017

Um leer zu sein bedarf es Raum
Eingemachter Geistertraum
Häng dich an den Milan dran
Schwebe mit der Seilzugbahn

Zylinderpollen rasen rasten
Die den Wurstatlas entlasten

Aus den Wurzeln entverpurzeln
Zentimeterdicke Stränge
Zieht man an den Adern Venen
Austreibt der Faden seine Länge

Der Herr Melin spielt Kontrapass
Macht Vertrag mit Maulwurfspass
Die Nebenkosten wachsen kräftig
Die freien Höhlen schrumpfen deftig

Zack Segment der Dichter stillt
Sas aus seinem Schlund aufquillt
Brunnenkresse Bärlauch Rauke
Pestmodern Aprilke Pauke

Andacht vor den Blüten Birnen
Hausgemacht der Frühlingsquark
Die Ziehzigarre zieht von dannen
Acker Ucker Knochen Mark

Knochen Spelzen Spreizen
Der Frühling lässt sein blaues Band
Knusper Super Knospen reizen
Märzen Maibock Weizen Sand

Donnerstag, April 06, 2017


Farben Narben Blüten Blätter
Saft Grün Dung Pigmente Fetter
Welt All Blau Kopf Weißem Grund
Wangen Rot Kuss Rotem Mund

Samstag, April 01, 2017


naegel kauen lack verstauen
dem firnis firnament vertrauen
hornhaut haare speichel zellen
umbau anbau offne quellen

Donnerstag, März 30, 2017

ob  moebius ob oedipus
es faellt der welt nicht auf

beim moebiusmoesenoedipus
undmusenschlussverkauf.de


Sonntag, März 26, 2017


Aus dem Bauch Rausch Masken
Unser Leben birgt Gesichter
In der Nacht da kriechen sie
Aus den Stunden Tageslichter

Quellen Tiere Laute Rufe
Gesten wirre Stimmen 
Schält man sich zur nächsten Stufe
Spielt der Psyche Glut das Glimmen

Montag, März 20, 2017


Das Gehen mit dem Schritte
Erde Luft gebunden Tritte
Das Gefühl in der Bewegung
Spricht an die Freiheit in Erregung

Dein Atem schliesst den Kreis
Lunge Luft gebunden leis
Das Gefühl zu leben
Mit der Freiheit auch im Geben

Freitag, März 17, 2017


Duftend aus den Poren
In der Nacht 
Dein Sein geboren

Begehren in den 
Flammenlenden
Auf im Rausch
Fest in den Händen

Aufgerichtet schwebend
Tauch ich ab belebend

Meine Lippen stillend
Auflautend 
Deine goldne Naht
Umhüllend

DER KLARE KARL
zur langen Nacht in Stuttgart
25. März im Glücklichundschön

Montag, März 13, 2017


THE MISSING LINK

Andreas Weber über das Lebendig Sein / Envilenment

Samstag, März 11, 2017


Leere Blätter Bärlauch Buch
Weisser Hase unterm Tuch
Hermelin und Wildmausfell
Gebt mir Licht es werde hell

Wer will Wärme lesbar machen
Mit den Grübchen lauthals lachen
Substanztiefe ragt hinauf
Klettert bis zum Schultertrauf

Vers säe Verse Moos Osmose
Waldkauz Elefanten lose
In dem Wandel growupstairs
Rhizhomebase hairline hairs


DasWasser spült die Formen
Die Sonne brennt sie ein
Der Wind erregt die Dinge
Die Erde bringt sie heim

Sommer zieh und Winter schieb
Wolkensammler Frühling Trieb
Bring das Wachstum jetz ins rollen
Haselfarz Kroschkuschke Pollen

Ich will Knospen platzen sehen
Phan Tom Schmärz du musst nun gehen
Vollmond zünd die Lunte gib die Erde frei 
Küss die junge Krähe für den Samenschrei

Freitag, März 10, 2017


grow up grow upstairs
es blueht der
phantomschmärz
der ruecken
kehrt im reim
gipelglueck
der polopist will heim
von links nach rechts
es ist nicht weit
von rechts nach links
der liebe leid

Jacques Lacan parle https://www.youtube.com/watch?v=GTT8rpS8jhM

Dienstag, März 07, 2017


Kranewitt Kranewitt Machandel
Märzenbecherkroschkuswandel
Wanderschneebel Pollenzflug
Unbekrautgrenzt reif der Zug

Knauf die Zungel traut Kristallend
Deep Wirbel zeichten Linien wallend
Inter Fernem steht das Bild
Wasz us der Nähe fallends quillt

Freitag, März 03, 2017



BETEN AUF EIGENE GEFAHR

Nach sehr kurzen intensiven Verhandlungen 
mit der Heilsarmee Stuttgart 
wurde eine Ausleihe des Alupressschildes 
für deren Aushang in der Rotebühlstrasse
wohlwollend unterstützt.

HEILIGS BLECHLE

Sonntag, Februar 26, 2017


DOSENMONTAG

dose rosen rosen dose
brauner sack an gelbe sosse
zwei becher und ein kreuz
schnaeuz

tempelhof und tempelritter
plastiktuete johanniter
weisse schnur an dosenkranzt
glatze haare pilgerwanst

aus dem bauch rausch loses
die losung psalmen moses
mach dass ich mich nich verlauf
dosenmontag nimm mich auf

THUNDERCAT * WALKIN
https://www.youtube.com/watch?v=8qGigIMM1Vw


Freitag, Februar 24, 2017


Was man hört und was man liesst
Was mir aus dem Munde spriesst
Was man schreibt was man denkt
Was man mit dem Wagen lenkt
Was man sieht und was man findet
Was mir aus dem Hirn entschwindet

Was Noch Was Noch Was Noch
Mein Schlund ist doch kein Wasserloch
ODER ODER ODER DOCH

Nah zu dir nun reicht mein Wort
Als Balsam Salbe Allerort

IMPLUS + IMPULS + IMPLUS
Resonanz im Fluss

Warten schmiegen lefzen schreien
Konstante treiben aufzureihen
In den Stunden Warmgesang
Aus der Höhle Rausch und Klang

Geld abheben Kunst verkaufen
Eimerweise Plastik saufen
Reime schreiben Eier Knochen
Mit dem Schwefel Eisen kochen

(vierzehn weitere versblöcke aussäen)
(Objagdtate entwerfen)

IMPLUS + IMPULS + IMPLUS
Abgesang und Schluß

Freitag, Februar 17, 2017

Montag, Februar 13, 2017


Blauer Keil an blaue Wand
Alte Äste Handbestand
Häute Mikroskopisch 
Morgen Phänotopisch

Aus den Winden Schleifen fangen
Was die Wirbel weit verlangen
Von den Wesen wird gesungen
Aus den Wolken durch die Lungen

Horizonte Waage wiegen
Was zu schwer ist
Dass lass liegen

Es könnt auch alles anders sein
Es fällt der Vogel fliegt der Stein