Dienstag, Juni 19, 2012

WO ERDACHSE STUR  =  DES WORT URSACHE


Ob Wurst oder Asche entscheidet die Flasche
ob Asche ob Wurst entscheidet der Durst
ob Durst oder Flasche entscheidet die Asche
ob Flasche ob Durst entscheidet die Wurst

Montag, Juni 18, 2012


JUNI ZEH

Sternanis auf großem Zeh
Juni Juli Sommerklee
da blühen sie und siegen
die Fleisch- und Fallschirmfliegen


Dienstag, Juni 12, 2012

OSTWEST W-LAN BAHN

Wer sich selbst und andere kennt
und das Selbst beim Namen nennt
wird den Anderen auch benennen
und ihn nicht vom Namen trennen

man mag die Welt mit Daten mästen
im Süden Norden Osten Westen
die Erd_Suleika wendet Wellen
sendet und empfängt die Quellen

im Garten steht sie mit dem Spaten
und sendet Datenübertragungsraten
Wurzeln und Antennen winken
der Körper wird im Netz versinken

Freitag, Juni 08, 2012


WURZEL WURZELLE URZELLE




Donnerstag, Juni 07, 2012


Wandtext  LUGINSLAND  für das Panoramarestaurant
im Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart
Fertigstellung Mai 2012.



WEBER FECHNER GESETZ

GLEICHGEDICHT

Biegen beugen heben halten
Buchen Eichen Spalten falten
Messer schleifen Haare kämmen
Finger hakeln Kübel stemmen
Wandern wundern Wege sammeln
Körper heilen Schafe gammeln
atmen singen lachen husten
Rotz einsaugen Blumen pusten
Füße suchen Hände erden
Sommer heben Leichter werden

http://translate.google.de/#de|pl|Biegen%20beugen%20heben%20halten%0ABuchen%20Eichen%20Spalten%20falten%0AMesser%20schleifen%20Haare%20kämmen%0AFinger%20hakeln%20Kübel%20stemmen%0AWandern%20wundern%20Wege%20sammeln%0AKörper%20heilen%20Schafe%20gammeln%0Aatmen%20singen%20lachen%20husten%0ARotz%20einsaugen%20Blumen%20pusten%0AFüße%20suchen%20Hände%20erden%0ASommer%20heben%20Leichter%20werden
Irgendwo wird was verwurstet
an anderer Stelle sitzt man still
Irgendwann fragt man die Wurzel
wohin sie heuer wachsen will

Mittwoch, Juni 06, 2012

THERE IS NO KING INSIDE
K I N G                     I G I N G
AND NO CROWN OUTSIDE


Freitag, Juni 01, 2012

Donnerstag, Mai 31, 2012

G A T T E R H A R R Y

Ich Du Er Sie Wir Sind Bist
kräht der Hahn der Alchemist
alles hast du in der Hand
nimm den schwarzen Diamant
nimm den roten Staub vom Mars
sag noch lange nicht das wars
pfeif den Wüstensand nach Haus
zieh den Sesamstöpsel raus
ruf den Kiesel schrei nach Dreck
entzieh dir selbst den Datenspeck
mach es wie die Felsennatter
spring vom höchsten Gartengatter

Sonntag, Mai 27, 2012

JEDER AUGENBLICK IST EINE REISE
DEM WESEN NAH BIST DU DER WEISE

Dienstag, Mai 15, 2012

PSALM

Auf der Psalm da hockt ein Frosch
glotzt mit seiner Krötengosch
blickt nach Sylt zur Kabeljause
und trinkt im Geist ne klare Brause




BUNDESKANZLERIN = BANKENZINSLUDER

Mittwoch, Mai 09, 2012

Himmel und Herde

Er trägt auf seinem Runenkopf
nen ziegelroten Blumentopf
mit dem er sich die Sinne raubt
diesseits jenseits Wurzel Haupt




mit den Füßen auf der Schwelle
von Tür zu Tür geht seine Welle
er treibt die Erde vor sich her
und ist leicht und oder schwer
er zieht konzentrisch Kreise Ringe
Dichter singe aus der sicht der Dinge

Samstag, April 28, 2012

BRECHTGEWEIH

1500 Kloppstöcke
98 kg Kleister
unbedingt auch Hebbelkraft
224 Kubikmeter Schillerlocken
4 Millionen Tonnen Morgensterne
2 Sack voll Ringelnattern
7 Vogelweiden
ganz viel Kästnererz
und alle Herderringe



Samstag, April 21, 2012

1LOS 2TAN 3ZEN

Huba Buba Bubblegum 

allet fängt zu zucken an
drück den Beatnic nerv die Waden 

schlemmer Noten spick den Spaten
stürz dich in die Dissonanzen 

fang jetz endlich an zu tanzen
Arme Beine Muskelstrenge 

wirf jetz allet in die Länge
schalt dein Hirn aus denke 

mit der Hüfte dem Jelenke
Susa Struwel Philip Zappel 

machet wie die Zitterpappel
twitter deinen Zellensaft 

pump dich voll mit Lebenskraft
Norden Sudhaus Anker Westen 

gen Osten rüttelt sichs am besten
verbrate Meerschaum Energie 

schüttel dreh dich wie mal pi
freudig stampfen hebeln rudern 

und mit Blütenstaub sich pudern
Meister Schüler Rumpelriese 

mach die Frühlingsrolle spriesse
jeder Star tauft seinen Ast 

singt aus voller Brust bläßt Brast
oben schreit die Hemisphäre 

geozentrisch dreh dich nähre
leg die Ohren an zerschreie 

Wurzel Knorz und Strunk befreie
jede Zelle teilt jetzt aus 

stirbt den Heldentod wächst raus
wachsam ungeduldig aufmerksam 

schau ich mir det Janze an.

Montag, April 09, 2012

My love,

again a few words have passed and the ground between
them is now frozen. The language has become harder, the
breathing heavier. When I get outside of the door, I see
way morewool than fur. My rhythm of speech has slowed
down and the information density has increased. Driven
by their own motivation nobody wants to get down anymore.
In yesterday's newspaper I read about the patterns of
possibilities in metropolitan areas. It was about the diffusion
and penetration of communication poles. Walking around in
circles without any dimensions. Agravic determining in
between slangs. During moments like these no virus is able
to find any supporting material. Everything is then subjected
to the design process. God = process. Glaube an deine Arbeit.
The constant change between waves and particles seems to be
like composting. You then start to understand that there's no
last link to the chain, that everything you now think, say or do
is completed within all the others before and after.
No start, no end. You get to the footage gestures just like that.
Communicate in dialect gestures and pretend everything would
be 1: infinity. Yup. Seen in the mirror, this formula exposes
itself as being a wrinkle. And the smoking starts again in your
head. And the queen of the bees dances the words
"The statement is so wrong that not even the opposite is true."
Then she flies back home and eats gelée royal from the delicacy
cave. The secretaries smoking-hot love gasoline secretions of
their food-juice-soup-gland and upper-water-jaw-gland.
A found meal as they would say. Talking about scoring, this
FAT SALT SUGAR SEX I sent to you is the last version. I'm
now considering whether or not to incursively cut two-thirds
of the glass from the picture frame, so that there would be a
possibility of an uncontrolled access to steal the sheet or to
edit it, like a thought's or respectively an idea's exposure,
to intend a possible access, just to see how this earth's respect
enhances itself on ways inaccessible to me within that
composted thought. I believe in a cycle of things, we still can't
understand. I myself lean on to the liar's invention, and examine
the incomplete reality. This world is so close to me.
Greetings from Berlin. Bruno

Für SOMEMAGAZIN.COM Ausgabe Autumn 2012 a letter from
www.somemagazin.com

Samstag, April 07, 2012


MOTTE HASE BIBER SITZEN SCHIEBEN RÜBER

Hase an Karotte
links von mir sitzt Dr. Motte
rechts von mir klebt Justin Biber
der Meister selbst im Lampenfieber

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an

Karotte an Hase
Rot haut die Vase
Alle hambra haben Spaß
nur Günther beizt ins Grass

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an

Karotte an Karotte
das Wildschwein frißt die Rotte
Hase an Hase
ich Brüghel der Ältere die Nase

und was das Bild nicht zeigen kann
das geht den Leser auch nichts an


Froher Osten

Montag, März 26, 2012


D ICK ICH T

Im Ofen liegt die Frau aus Ton
am Himmel glänzt der Vollmond schon
bei leichter Hitze Schwefelbrand
kommt die Figur herausgerannt

sie klopft sich ab die Krümelbrocken
wartet bis sie klar und trocken
dann Reimfrau aus dem Freiraum raus
und in die Frühlingswelt hinaus

Sonntag, März 25, 2012

Jedes Wort ist ein Gedanke der an seiner Stelle
im vollen geschichtlichen Leben wurzelt und
wirkt und in dem wir diese Wurzeln und
Wirkungen aufsuchen kommen wir zum vollen
Verstehen dieser Wörter. (Leo Weisgerber)
... wie alles was der Mensch über das tierische
Bewußtsein über die Anschauung hinaus erlangt
nur mit der Sprache und durch sie gewonnen wird
... daß Sprache Selbstbewußtsein ist, d.h. Verständnis
seiner selbst, Mitteilung des Sprechens an sich selbst.
(Steinthal) Hier wurzelt die seit Humboldt von neuem
wiederholte Erkenntnis, daß die Sprache nicht so sehr
ein Werk sondern ein Wirkendes, eine Kraft ist, eine
Dynamis nicht ein etwas wie Pulver, sondern ein
Ereignis wie eine Explosion, eine Arbeit des Geistes.

... weil sich das Dasein des Geistes überhaupt nur in
Tätigkeit und als solche denken läßt. (Humboldt)

Donnerstag, März 22, 2012


MORGENPOSTEN

Kannst du mir den Osten borgen
ich bin auf meinem Posten morgen
alles was ich sehen kann
springt mich jeden Morgen an
vor dem Springer Turm der Bauer
Schwarzer Mann auf grauer Mauer
Guggenheim und Luginsland
Sonnenaufgang an der Wand
Artgerecht und Ratherbrecht
Balkenhohl schlägt Mauerspecht
Ohzweiha auf Hazweioh
Spatz Naht Schach Nacht Wo
tausend Beine stehn sich platt
nächster Zuzug Jung von Matt

Donnerstag, März 08, 2012

Das Verb ruft Du Natur
ich such das Eine und das Viele
folg der Tätigkeit laut seiner Spur
gib mir nen Hinweis spiele
zerleg die Perlenkettenschnur
ich will das Unteilbare teilen
im Schöpfen Schreien Schweigen
muß allerorts im Weg verweilen
die Tat tanzt ihren Reigen
und will sich nicht im Schritt beeilen
kreuzen gabeln kreisen kriechen
atmen schauen schmecken riechen
bauen falten gären schieben
schwitzen säen gehen lieben
das Verb ruft du Natur ich werde
Herde sein auf dieser Erde

Freitag, März 02, 2012


Ein Jedes ist sich zugeneigt
im Konsens wie im Widerstreit
Alles wird man gehen lassen
um den Sinn der Tat zu fassen

Samstag, Februar 18, 2012

Der Ball ist rund die Erde auch
die Menge tobt so ist es Brauch

Freitag, Februar 17, 2012

Die schwarze Anna Schwarz

Die schwarze Anna Schwarz
reibt Baryt reizt Kohlenquarz
durchs Auge der Belichtung
liest sie die Pixeldichtung
Kontrast Gedächtnis Narbe
verspaltet sich die Farbe
die Linse bricht das Licht
strahlt undurchsichtig dicht

Donnerstag, Februar 09, 2012

Berlin Bier Gäste im Borchardt Draußen vor der Tür
war es jetz halb sieben oder doch halbvier
Gesten im Wohnzimmer von Demands Replik
brach ich mir beim Stehgeschnöber beinah das Genick
im Fallen rief ich mich Angelica mein lieber Scholli
bestell schon mal das Schnitzel und Sarah Wieners Lolly
Flocke Himmel Scarlett Sohn Kevin in the Spacey
Joe und Mary Jack and Lisa Bob alone meets Mazzy
ich falle weiter 90 Grad Granat hinein in einen Apfelbrat
Gottes Schalk und Jauche was ich jetzt noch brauche
Gendarm geparkt jetzt leibbewohnt auch mächtig
Draußen vor der Tür lebt sichs doch ganz brechtig
Borchardt bring das Brot du Globuli Schmonzette
du schmierst mit Dr. Hauschka die fetteste Boulette
mach mir den Tee Genezareth ne geile Consommé
ich klär das ab mit Fischers Fritz und meiner Schicksalzfee
so lieg ich da auf der Charlotte les Draußen vor der Tür
Kuss Rausch Biss noch in der Hand ne leere Flasche Bier
mir im Gesicht ganz fahle kotz ich nen link zur Berlin ale

Mittwoch, Februar 08, 2012

SCHAWAHNSINN

Leda mit dem Ledergürtel
aus dem Wahlkreis 7/4
bilde mich und forsche
mach aus mir nen KugelPorsche
knet aus mir ne Wegwerftasse
ich setz mich ein für Fett und Masse
leg mir an Gelenk und Eimer
ich bin für dich der Plastikreimer
Leda mit dem Leseschwert
mach aus mir nen Bildungswert
Wert mich ab und kauf mich auf
nich zu knapp und heb mich rauf
auf die große Hühnerleiter
Eier legend immer weiter
Mit dem Drachen singen wenn er schläft

Der Erdling singt
der Schneepflug kratzt
entgegen der Geduld
Die Saite klingt
der Drache schmatzt
begegnet seiner Schuld
Schuld bist du noch lange nicht
auch wenn der Muttermund dich bricht
erst wenn ich im Rausch ersaufe
schwebend in der Stuhlgangtaufe
und niemand davon spricht
der Erdling tanzt
der Schneepflug pflügt
begegnet der Geduld
Der Dichter stanzt
die Wahrheit lügt
ich wir er sie es sind Schuld
Schuld sind wir noch lange nicht
erst bis der Linien Richter bricht
bis alles konisch krank verdaut
von Ameis Kiefer wird zerkaut
und niemand davon spricht

Sonntag, Februar 05, 2012

MALZIG WIE OBST

ZIMT WOG SALBEI
SAGT MOBIL ZWEI

IM SALZ OBWIEGT
WO BISZAM LIEGT

Donnerstag, Januar 26, 2012

An Anna Meese

Du ich bin dein Vietnameese
bring Koks ins Grill Royal
bring Erz ins Cafe Keese
die Diktatur kommt ins Regal

Du Anna Meese

Ich deiner studier und lese
du dir für dich ich mal
stell auf die neunte These
streifenreif füll ich den Saal

Ich Anna Meese

Ich mach ne lange Neese
ein Zentner Tag ist Karneval
bis irgendwann ich dran verwese
auf irgendeinem Maskenball

Montag, Januar 23, 2012


Dienstag, Januar 17, 2012

Heut bei dir und Morgen fort
bin noch da und doch schon dort
Gestern war ich nochmal bin ich
rüber in die Zukunft bring mich

Brücke Stunde Tagessatz
Erde subtrahier dir Platz
Immer wachsam Same sein
aus der Achtsamkeit der Keim

Jedes Licht kann sehen
Jedes Wort kann dich verstehen
wie die Zeit den Raum durchschreitet
und sich selbst dabei begleitet

Sonnenaufstand Finsternis
Bewegung kennt kein Hindernis
A Tanz B Tendenzen Teilchen
aus der Mauer treibt ein Weilchen

Satelliten Loopchaussee
Nanu Nina Nanofee
Überfall Sekunden
die dich stets umrunden

Gebet Geburt Gebärde
wachse wirke werde
Quelle Lampe Möglichkeit
___________________________________________________
U N I V E R S U M  Z E I T  L I C H T  W E I T

Mittwoch, Januar 04, 2012

Die Befreiung des Appetits
von der Befriedigung


Brennholz für Kartoffelschalen
im Atelier die Stirn bemalen
auf die Haut nur Salz und Pech
Schwefeldämpfe haun mich wech
enemene aiweiwei
welche Zelle ist dabei
Hände hoch und Daumen runter
jeder Saftsack ist jetzt munter
jedes Glas und jeder Teller
heißt jetzt Jürgen und wird schneller
eingeweiht in die Natur
aus dem Leben seiner Spur
enemene aiweiwei
bist du einer oder zwei
die Wände rauf die Räume runter
jeder Meter wird jetzt bunter
keine Zeit für Speck und Blog
auf dem Gehweg liegt ein Rock
Wogenwolken Nebelstreben
erweise dich im Gegenleben
brenne Buche brenn begreife
bring den Satz zu seiner Reife

Donnerstag, Dezember 29, 2011

WELTICHEMPFÄNGER

ab und jetzt und du zu dir
blau ist violett mal vier
oben puls und kreislauf drüber
ansicht wir im weltichfieber

Dienstag, Dezember 27, 2011

VERB UND EINHEIT

Das was dich verändert
gibt es nicht es wirkt
instabil lebendig
Möglichkeit es birgt

Ahnt man das Dazwischen
aus dem Raum der Zeit
ist Wirklichkeit hinzu zu geben
Urgrund der Verbundenheit

Dienstag, Dezember 20, 2011

Montag, Dezember 19, 2011

AN DIE MATERIE

IN GROSSER SERIE
ANTIMATERIE
ALLES IST SCHWER
ALLES IST LEICHT
KEINE MASSE
NIRGENDS ENTWEICHT
WERKSFRACHT IM ALL
SCHWERKRAFT IM FALL

Freitag, Dezember 09, 2011

Bin ich schon am Jahresrand
kennt sich jemand aus
bin ich schon im Weihnachtsland
packt mich jetzt der Klaus
bin ich jetzt schon abgespeichert
ruft mich jemand ab
hat man mich noch nicht erleichtert
wird mein Dispo knapp
bin ich schon im Fettgebirge
holt mich jemand raus
bin ich schon im Bettgewürge
zieht mich jemand aus
hab ich schon nen Sohn von Jemand
kann man das mal fragen
bin ich schon am Jahresrand
kann man mir das sagen

Dienstag, Dezember 06, 2011


Erster Merseburger Zauberspruch

Eiris sazun Idisi, sazun hera duoder.
suma hapt heptidun, suma heri lezidun,
suma clubodun umbi cuoniouuidi:
insprinc haptbandun, inuar uigandun! –

Textgrundlage:
Althochdeutsche Literatur
Herausgegeben, übersetzt
und mit Anmerkungen versehen
von Horst Dieter Schlosser
Frankfurt am Main 1970, S. 252-255

Montag, Dezember 05, 2011

Anbei noch ein Gebinde aus Gebimmel und Gebiß. Abschalen
aus Vollgemüse mit Wurzelchakra. Farbstauchungen und Lauch
ansätze aus Kohlrabirinde. Blätterfarce von der Mangoldschulter.
Halbreime aus Wirsinglegenden und aufsaugende Rotkohlverse.
Knoten aus Krümeln und Mausgewölle. Wölbungen vom Salat.

Sonntag, Dezember 04, 2011

DER NEBELSCHWABE

10 Nebelschwaben
ziehn nach Friedrichshain
einer will ins Berghain rein
da warens nur noch 9

9 Nebelschwaben
die ziehen durch die Nacht
einer hat kein GPS
da warens nur noch 8

8 Nebelschwaben
schauten mal nach drieben
einer fand die Mauer nich
da warens nur noch 7

7 Nebelschwaben
wollten schnellen Sex
der eine konnt kein Englisch
da warens nur noch 6

6 Nebelschwaben
kaufen King Size Strümpf
einer zieht die Maske auf
da warens nur noch 5

5 Nebelschwaben
trinken Russisch Bier
einer wird zu schwer davon
da warens nur noch 4

4 Nebelschwaben
schwätzen Spätzlesbrei
oiner schwätzt'n rechta Käs
da warens nur noch 3

3 Nebelschwaben
sind in Berlin so frei
einen ziehts nach Hamburg
da warens nur noch 2

2 Nebelschwaben
die nehm sich an die Leine
einer wurd zu Hundescheiße
da blieb nur noch der eine

1 Nebelschwabe
hockt beim Schrippenbäck
plötzlich kommt die Sonne raus
der Nebelschwab ist weg

Dienstag, November 22, 2011


A-MOEWE DIETER

KAMM FROM LAS VEGAS

Wannsee ich dich wieder
A-Moewe im Brot
Krumen hernieder
Flügel im Kot

Fünzigster Stock
duster im Block
Glasvaterkabel
Heidschi Klumbumm
Kamm from Las Vegas
Schleife drumrum

Fett ins Gefieder
komm auf mein Boot
flieg mit dem Dieter
Insabelrot

Buster Dollar Keaton
Elvis Canvas mieten
Insel Hansel Willy Lange
Wunderdu Vollhornimklange
allet mundjeblasen
Tulpen Nasen Vasen

Federn Flügel Flaum
zerschneide Sphärenraum
deine Nähe näht ein Kleid
schwerelos tanz weit Waltz breit

Rummelsnuff und Krumme Lanke
Erde Zunge Bitte Danke
an den Ufern deiner selbst
weltverhaftet dich verhälst

linke rechte Hemissphäre
aus dem leichten in das Schwere
A-Moewe Dieter sei so gut
bleib in der Luft und sei auf der Hut

Montag, November 21, 2011

Dichter Kleister
klebt am Wahnsinn
schießt sich in den Himmel
drunt am Wannsee
schreit die Möwe
zu Pellkartoffeln Kümmel
Doktor Möbius
steht am Rande
schaut hinab ins Stolper Loch
fragt sich ob der Dichter Kleister
Gedichte schicket immer noch

Sonntag, November 20, 2011

Dienstag, November 15, 2011

Neue Berliner Küche

Die Brandlhuber Bulette ist von der Grundsubstanz eine
klassische Bulette oder auch Frikadelle. Im Wesentlichen
unterscheidet sie sich durch einen starken Semmelbröselumhang
mit der Aussicht auf eine Praline. Die Bulette selbst, ein kräftiger
Pullover ummantelt einen inneren Kern aus einer Brätmasse die
mit klarem Karl unterspült wird und die Farbtönung einer
Betonkugel annimmt. Die Brandlhuber Bulette überrascht
durch eine ungewohnte Mischung aus weichem Kern und
geschmackvoller Fassade.

Die Rosenthaler Glatze ist eine Neuerfindung der Berliner Küche.
Das Ei als Rohstoff. Als Gabe des Gelegten. Herausragend aus
dieser Eierspezialität ist das Polieren des Eigelbs mit Hilfe einer
hochprozentigen Karpfenlasur. Das Eiweiß selbst wird dabei
extrahiert und mit Hilfe eines Kalkrandes zu einem Schaumata
modelliert. Abgerundet wird dieser minimalistische Zwischengang
mit zwei Tropfen Kirschblut und Nierensenf.

Mittwoch, November 09, 2011


FOG GOF Die Nase mit den Augen paaren

Nebel Rede Gesang 13.11.2011 16.00

ZAGREUS BRUNNENSTRASSE 9a 10119

(Auszug)

So drifte ich und will mäandern
von einer Nebelbank zur andern
hol mir Kredit im Glauben
Kondensat will Wärme rauben
vom Boden her die Sicht ist diesig
der Aufzugabzug zieht sich müßig
ich ziehe durch die Brunnenstrasse
und Scheiß nen Haufen Biomasse
ich dreh mich um seh den Shrek
und bin ums Eck schon wieder weg
ich leg ne Spur und zieh mich um
jetzt bin ich Raureif Nebel bumm
Tröpfchen schön gefroren
hau dir die Mütze um die Ohren
am nächsten Tag die Zahlen steigen
Morgennebel Pferde Geigen
schon wieder darf ich mich entfesseln
und setz mich in die Weinparks Nesseln
Krähenrotz im Essigbaum
ganz viel Blasen Sphären Schaum
Konsenswasser Strahlenbüschel
von weither schaut der Nischel
bis zum guten Heine
der mit dem Gebeine
auf der anderen Seite
geringer wird in seiner Weite

Montag, November 07, 2011

Ich sitz was aus
und hab was drunter
der Herbst haut drauf
ich falle runter

Ich stehe auf
und hab nichts drüber
der Winter kommt
ich werde müder

Freitag, November 04, 2011

So wie die Dichtkunst schoepferisch gestaltetes Wort ist,
so sind auch die Elemente des Wortes, die Laute, geistigen
Ursprungs . Als solche sind sie Zeichen einer dem Geistigen
immanenten Ordnung, in der auch der Mensch lebendig steht .
Die Kunst des Sprechens ist mehr als nur die Bildung von
Vokalen und Worten . Sie ist ein Aufnehmen, ein Innewerden
von Kraeften, die dem Menschen durch seine Stimme zu-
stroemen . (aus: die kunst des sprechens .fritz reusch)

Donnerstag, November 03, 2011



NATURVERTRAUEN = RUNE ANVERTRAUT

Freitag, Oktober 28, 2011

Heute vor 111 Jahren verstarb der Sprachforscher Friedrich
Max Müller, Sohn des Dichters Wilhelm Müller.

In Müllers Werk findet sich oft der Gedanke der Weiterentwicklung
der Religionen. Nach seiner Auffassung unterliegt die Geschichte
der Menschheit einer Entwicklung, die mit der Sprache beginnt,
sich in Mythen und schließlich in Religion fortsetzt und mit der
letzten Stufe, der Philosophie, abschließt. Damit nahm er einen
Gegenpol zur darwinistischen Auffassung ein, wenngleich jene
Theorie Müllers Idee der Entwicklung von Religion und Mythologie
beeinflusst.

http://www.rw-studieren.uni-hannover.de/maxmueller.html

Donnerstag, Oktober 27, 2011



Von Autodidakt nach Autor did Actor
im Auto von Sophies Mutter

Leserede 30. Oktober 15.00 Uhr Galerie Jordan/Seydoux

KURZER FILM http://vimeo.com/33396548

Berlin Mitte Augustrasse 22

Motortext einer Ausstellung. Das Zusammengreifen von Titeln
und Motiven in einer darstellerischen Form. Ein Ineinander von
Substantiven und Verben als Idee einer Komposition. Die Straße
als Bühne. Das Auto als Vehikel. Vehi - reisen. Das Reisen der
Gedanken. Erinnerung als Verinnerlichung. Ausarbeitung von
Jahresringen. Manifestation von Bewegung Schrift und Sprache.
Wind von Wilhelm Müller.

Mittwoch, Oktober 12, 2011

Auszug aus Membrantheorie:

"Die an vielen lebenden Organen der tierischen und
pflanzlichen Organismen beobachteten elektrischen
Ströme sind vielfach Gegenstand der Untersuchung
gewesen. Wir konstatieren dieselben an den Muskeln,
den Nerven, an den sekretorischen Drüsen und
elektrischen Organen der Zitterfische wie an
Pflanzengeweben ( ... ) Es liegt die Vermutung nahe,
dass alle diese Ströme eine ähnliche, wenn nicht gleiche
Ursache haben, und dass sie je nach den herrschenden
Bedingungen des Baues und der chemischen
Zusammensetzung der die Organe bildenden Zellen
in verschiedener Kraft und Stärke auftreten.“

(Julius Bernstein 1835 - 1917)

ZWISCHENSCHAUM

Überall ist Zwischenraum
unterm All der Werdebaum

Zwischenschaum
und Sphärenblasen
in meiner Kugel Kugeln rasen
spiegeln sich Neuronen
die unbenannt und unbekannt
in Logen raumfrei wohnen
Welle Teilchen musizieren
Atommodelle modellieren
Signal verstärkt der Treiber treibt
was man mit der Nadel schreibt
manches wächst in jede Ecke
unter meiner Schädeldecke
Wasser Erde Himmel Luft
Haare Bäume welch ein Duft
Stammeszeichen jede Zeile
Ewig Punkt und Weite Meile
Ohren hören Nase riecht
was aus dem Labore kriecht
auf der Zunge liegt das Wort
der Kanon trägt es weiter fort
Lichtreiz Auge Oculus
das Gehirn es sehen muß
gelesen wird der Dinge Sinn
mit dem Knie und mit dem Kinn