Weltmodelle Weltmodell
Akt verschreiend übers Fell
Paradigmade Formabgleich
Schattenreize grauschwarzweich
Der Betrachter schippt die Linsen
Spätzle gibts heut und paar Flinsen
Auf die Leinwand malt der Richter
Dutzend Eier und nen Trichter
Allegorisch trennt die Butter
Am Wochenende Vater Mutter
Die Kinder spielen Kosmosmose
Mit Kittelmann und Boros Hose
Zecken lecken Wunden kleben
Die vierte Dimension erleben
Aufgetischt die Leinwandwand
Speichel tropft die zweite Hand
Prima die Materia
Der Stein der Weisen Dadada
Gib mir mal die Lampe
Den Bart den stelln wir auf die Rampe
Philosophisch Fuffzger Falscher
Sculpture Striptease Sculpture
Auf der Dose is noch Strom
Det Leuchtgas - brennt det schon ?
WANTED DUCHAMPS 3 — Curated by Pierre Granoux
LAGE EGAL [HB55 KUNSTFABRIK]
Herzbergstraße 55 — Aufgang A, 10367 Berlin
Vernissage am 15. September, 2017, 15 — 21 Uhr
16. September – 14. October, 2017,
geöffnet nach Vereinbarung
Donnerstag, September 14, 2017
Sonntag, September 10, 2017
Montag, September 04, 2017
http://www.deutschlandfunkkultur.de/kapitalismuskritik-der-letzte-weckruf-eines-traurigen.950.de.html?dram:article_id=325215
Blumen mit Gelenken
Käfer mit Geschenken
Käfer mit Geschenken
Die 11 steht da und schaut
Der Gärtner Kraut verdaut
Blüten im Geruppe
Kresse in die Suppe
Pflanze einen Augenblick
Mit dem Hals und mit Geschick
Samen in den Zweigen
Äste sich verneigen
Grabe eine Wurzel aus
Nimm sie mit ins Dankehaus
Mittwoch, August 30, 2017
Mittwoch, August 23, 2017

Ick lass mir in die Zukunft massieren
Feindstofflich hypnotisieren
Ick lass mir in die Zukunft schlendern
Von eim Geländer zum jeländern
Ick lass mir in die Zukunft leimen
Dann kann ick och mit Eimern reimen
Ick lass mir in die Zukunft pflücken
Da musste nich mehr nach mir bücken
Ick lass mir in die Zukunft teeren
Janz schwarz in allen Sphären
Ick lass mir in die Zukunft hammeln
Dann kann ick mit den Schafen gammeln
Ick lass mir in die Zukunft wellen
Mit dem Wasser zu den Quellen
Ick lass mir in die Zukunft triggern
Mit dem Reiz ins Mantra klickern
Ich lass mir in die Zukunft rauchen
Dann kannste mir als Feife brauchen
Ick lass mir in die Zukunft fahren
Uffjestelzte Winde klaren
Ick lass mir in die Zukunft ampeln
Da kann ick mit Frau Meyer wrampeln
Ick lass mir in die Zukunft dämmen
Vom Fell her zu der Falle kämmen
Ick lass mir in die Zukunft schrippen
Dann kannste Mayonese wippen
Ick lass mir in die Zukunft heulen
Mit dem Kinn den Mund aufbeulen
Ick lass mir in die Zukunft lügen
Findste mir dann lass mich liegen
Ich lass mir in die Zukunft rauchen
Dann kannste mir als Feife brauchen
Ick lass mir in die Zukunft fahren
Uffjestelzte Winde klaren
Ick lass mir in die Zukunft ampeln
Da kann ick mit Frau Meyer wrampeln
Ick lass mir in die Zukunft dämmen
Vom Fell her zu der Falle kämmen
Ick lass mir in die Zukunft schrippen
Dann kannste Mayonese wippen
Ick lass mir in die Zukunft heulen
Mit dem Kinn den Mund aufbeulen
Ick lass mir in die Zukunft lügen
Findste mir dann lass mich liegen
Sonntag, August 13, 2017
Die Summe bestimmter Ereignisse
EINATMEN
EINATMEN
Leere Falte Ahnung Zeichen
Die Antwort stellt die Weichen
Die Frage wird dein Leben rendern
Im Fortlauf auch die Handlung ändern
Im Stein da ruht die Zeit
Verlangen dehnt sich weit
Bewegung reich verdichtet
Wird das Restich ausbelichtet
Tastend nach dem Ungewissen meist
Verwandelt der erfahrne Geist
Das Ereignis zum Erlebnis
Empfängt im senden das Ergebnis
Allgegenwärtig treiben Wehen
Unter Schwerkraft der Ideen
Die Reize aus der Leidenschaft
Und gehen auf im Lebenssaft
AUSATMEN
Die Summe bestimmter Ergebnisse
The elephant and the fall
Julien Blaine
Samstag, August 12, 2017
ONE MANS TRASH IS ANOTHER MANS TREASURE
IS ANOTHER MANS TRASH
was man einst gefunden
gibt man wieder her
hafer gerste weizen
kiesel asphalt teer
wer dem leben tage schenkt
fängt sie wieder ein
atem sorgfalt heiterkeit
liebe wasser brotleib wein
wie man steht so geht man
schritte wege lebensbahn
hände augen lippen haare
nase ohren backenzahn
wo das leben sich erblickt
gebunden in der freiheit lust
weide aufschrei fluß begehren
wird das weltich sichtbewußt
Man sollte einmal am Tag die Wirbelsäule umlaufen
music by Yussef Kamaal
Montag, August 07, 2017
Erde Rede
Rede Erde
Werde Sprache
Sprache Werde
Stumm verläuft der Augenblick
Doch das Auge weicht zurück
Bleibt die Hand bei ihrer Fläche
Schreibt der Aufschrei nun das Stück
Ist der Widerhall verklungen
Und der Mundraum trotzt der Kimme
Bricht das Wort sowohl als auch
In der Tat folgt ihr die Stimme
Donnerstag, Juli 27, 2017
Ausstellung
MBHALF/FULLMD
Anlässlich des 130. Geburtstages von Marcel Duchamp (1887-1968)
und des
Geburts- und Todestages von Marcel Broodthaers (1924-1976) ein.
UN COUP DE DÉS JAMAIS N’ABOLIRA LE HASARD …
Kuratiert von Pierre Granoux (LageEgal)
UN COUP DE DÉS JAMAIS N’ABOLIRA LE HASARD …
Kuratiert von Pierre Granoux (LageEgal)
und Dr. Michal B. Ron (A guest + a host = a ghost)
28. Juli 18.00 Uhr
FREEHOME
Vadim Zakharov
Eisenacher str. 103a
10781 Berlin
One for the monkey
Two for the show
Three for the ready made
Four for go
Five for the concept
Six for the sense
Seven for the heaven
Eight after pants
Nine for the Nein
Ten for the dance
Eleven for the eyes
Twelve after elf
Two for the show
Three for the ready made
Four for go
Five for the concept
Six for the sense
Seven for the heaven
Eight after pants
Nine for the Nein
Ten for the dance
Eleven for the eyes
Twelve after elf
Donnerstag, Juli 20, 2017
WORDSCHOPPEN am BURGGYMNASIUM SCHORNDORF
music by blabbermouf
https://www.youtube.com/watch?v=40QvIf3MaK8&list=RDM7uJ0li5I98&index=8
music by blabbermouf
https://www.youtube.com/watch?v=40QvIf3MaK8&list=RDM7uJ0li5I98&index=8
Freitag, Juli 14, 2017
Atem holen Zettel sammeln
Auf dem Erdenboden gammeln
Beeren kochen lecken Spatzen
Wölfe heulen Bären kratzen
Sommer kleben Sterne zählen
Die Organe sich vermählen
Aufverwildern neben Höhlen
Ahnen schreien brüllen nöhlen
Wunden heilen Wundertüten
Cosmea culpa Dosenblüten
Eimerweise Wasser saufen
Schnaps verdrehen Käfer taufen
Auf den Wellen Quellenreiten
Mit dem großen Wagen streiten
Och mal in der Nase bohren
Den Apollo aus den Horen
Nachtgesänge unterm Tisch
Allet Gummi mach mal frisch
Linke Schulter Strudel Topfen
Danken lesen Schenkel klopfen
Auf dem Erdenboden gammeln
Beeren kochen lecken Spatzen
Wölfe heulen Bären kratzen
Sommer kleben Sterne zählen
Die Organe sich vermählen
Aufverwildern neben Höhlen
Ahnen schreien brüllen nöhlen
Wunden heilen Wundertüten
Cosmea culpa Dosenblüten
Eimerweise Wasser saufen
Schnaps verdrehen Käfer taufen
Auf den Wellen Quellenreiten
Mit dem großen Wagen streiten
Och mal in der Nase bohren
Den Apollo aus den Horen
Nachtgesänge unterm Tisch
Allet Gummi mach mal frisch
Linke Schulter Strudel Topfen
Danken lesen Schenkel klopfen
Freitag, Juni 30, 2017
Montag, Juni 26, 2017
Spiegel zerren Proteine
Nachbarn in die Scheune
Rufen Heumatrosenkreuzer
Verkehrt herum um Neune
Die Kunst zu spielen
auch wenns schlecht ist
Der Permalink zieht Frost
Dann muss man halt mal auswärts spülen
gegebenenfalls beim AC Most
Schluckaufwärts sieh der Sternenhimmel
Der große Wagen die Tribüne
Ick will mir liebst verherzen
verdeckeln mit der Zeitmaschine
Aufbegehrung Eis Schweiss Harz
Krusendienst Prodomo Pelle
Ellipsen Lippen Linsen Lid
Kartoffelstärke Mauer Schwelle
Am Ende eines Tisches
Haaransatz vom Körper Wellen
Die Fledermaus kann schwimmen
Maulauf schreiend bellen
Komm jetzt nach vergär im Sein
Bring dem kleinen Finger Leere
Hör nicht auf die Amselsprosse
Spiel mit der Johannisbeere
ABENDS ZIEHEN DIE MÜDEN NACH
FOTO PETER FRANCK
Freitag, Juni 23, 2017
Montag, Juni 19, 2017
Montag, Juni 12, 2017
stallmucke von maurice brown
https://www.youtube.com/watch?v=aOhKH87wrrA
Hat mich schon wer aufgefressen
Bin ich noch am Leben
Will die Presse mich erpressen
An welchem Wort soll ich heut kleben
Schweine Licht der Segen Welt
Die Sau sich seitwärts schlafend stellt
Grunzen Grund Zen Buddha Dharma
Pflicht erfüllend Rüssel Karma
In der Gruppe nah beim andern
Kann der Herzschlag weiter wandern
Man gesellt sich schafft vertrauen
Der Augenblick um zuzuschauen
Am Leben klebt der Atem
Am Bein da hängt der Arm
Am Schlamm da liegt der Hatem
Am Himmel schwebt der Schwarm
WENIGER ISCH SCHWER * Br
Denn der dominante Duftstoff der Trüffel unterscheidet
sich nur unwesentlich vom Sexualduftstoff des Ebers. Drei
Milliarden Riechsinneszellen in der Schweinsnase lösen im
Schweinshirn Erinnerungen an wilde Schäferstündchen aus,
und das Tier beginnt enthemmt, nach dem Verursacher solcher
Wonne zu graben. (zeit 09/05)
https://www.youtube.com/watch?v=aOhKH87wrrA
Hat mich schon wer aufgefressen
Bin ich noch am Leben
Will die Presse mich erpressen
An welchem Wort soll ich heut kleben
Schweine Licht der Segen Welt
Die Sau sich seitwärts schlafend stellt
Grunzen Grund Zen Buddha Dharma
Pflicht erfüllend Rüssel Karma
In der Gruppe nah beim andern
Kann der Herzschlag weiter wandern
Man gesellt sich schafft vertrauen
Der Augenblick um zuzuschauen
Am Leben klebt der Atem
Am Bein da hängt der Arm
Am Schlamm da liegt der Hatem
Am Himmel schwebt der Schwarm
WENIGER ISCH SCHWER * Br
Denn der dominante Duftstoff der Trüffel unterscheidet
sich nur unwesentlich vom Sexualduftstoff des Ebers. Drei
Milliarden Riechsinneszellen in der Schweinsnase lösen im
Schweinshirn Erinnerungen an wilde Schäferstündchen aus,
und das Tier beginnt enthemmt, nach dem Verursacher solcher
Wonne zu graben. (zeit 09/05)
Samstag, Juni 10, 2017
Mittwoch, Juni 07, 2017
Das Karnickel is nich doof
und spricht zum Philosoph
und sagt sprich ma kein scheiß
ich weiss das ich nichts weiß
es denkt und sagt ich bin
vom Scheitel bis zum Kinn
das Nickerchen im Sand
alles fliesst ist ihm bekannt
so gesehen könnt man sagen
man sollt auch das Karnickel fragen
wenn es geht um Existenzen
und gedachte Wortessenzen
hobelt es in der Garage
denkt es sich in Schöpfungsrage
schlüpft in sein Kostüm
und sprüht sich ein mit Erdparfüm
und spricht zum Philosoph
und sagt sprich ma kein scheiß
ich weiss das ich nichts weiß
es denkt und sagt ich bin
vom Scheitel bis zum Kinn
das Nickerchen im Sand
alles fliesst ist ihm bekannt
so gesehen könnt man sagen
man sollt auch das Karnickel fragen
wenn es geht um Existenzen
und gedachte Wortessenzen
hobelt es in der Garage
denkt es sich in Schöpfungsrage
schlüpft in sein Kostüm
und sprüht sich ein mit Erdparfüm
Hase und Triumph RAE Farm
Dienstag, Juni 06, 2017
Am Firmament der Nussgesang
Die Stille in den Stimmen
Häuser Atem fehlbar Klang
Von weither hört man Wände reden
Wie sie sich dem Sehen stellen
Auch aus den Höhen fallen Worte
Asphaltfalter falten quellen
yogisoul
https://www.youtube.com/watch?v=e6sP6A-MKg4
Montag, Juni 05, 2017
die sonne spricht zu uns mit licht,
mit duft und farbe spricht die blume,
mit wolken, schnee und regen spricht
die luft. es lebt im heiligtume
der welt ein unstillbarer drang,
der dinge stummheit zu durchbrechen,
in wort, gebärde, farbe, klang
des seins geheimnis auszusprechen.
hier strömt der künste lichter quell,
es ringt nach wort, nach offenbarung,
nach geist die welt und kündet hell
aus menschenlippen ewiger erfahrung.
nach sprache sehnt sich alles leben,
in wort und zahl, in farbe, linie; ton
beschwört sich unser dumpfes streben
und baut des sinnes immer höh´ren thron.
in einer blume rot und blau,
in eines dichters worte wendet
nach innen sich der schöpfung bau,
der stets beginnt und niemals endet.
und wo sich wort und ton gesellt,
wo lied erklingt, kunst sich entfaltet,
wird jedesmal der sinn der welt,
des ganzen daseins neu gestaltet,
und jedes lied und jedes buch
und jedes bild ist ein enthüllen,
ein neuer, tausendster versuch,
des lebens einheit zu erfüllen.
in diese einheit einzugehn,
lockt euch die dichtung, die musik.
der schöpfung vielfalt zu verstehn,
genügt ein einziger spiegelblick.
was uns verworrenes begegnet,
wird klar und einfach im gedicht:
die blume lacht, die wolke regnet,
die welt hat sinn, das stumme spricht. H.H.
Dienstag, Mai 30, 2017
Grundbedingung Existenz
Dose Hartholz Ichessenz
Kannste det mal buchstabieren
Ick glob det muss man erst halbieren
Ick globaldrian die Katze
Auf der Windverteilmatratze
Cumulus die dicke Wolke
Milchwirtschaft die Mittemolke
Haste mal ne Duftschablone
Aus der Johanniterbohne
Kannste mir det mal verschreiben
Dann will ick mir det einverleiben
Mach ma nich auf mir is kalt
Im Bambushain vom Wildfallwald
Stempel mir dir Stirn
Nudel Dicke Dirn
________________________________________
Playing Bass with Thundercat
Montag, Mai 29, 2017
Ich mag Pferde auch im See
Schweine rudern Welt im Tee
Mein Kühlschrank heisst Sahara
Fass das Codewort Mara Mara
Ich mag die Sauna wenn sie schwitzt
Fett die Porenhaut aufritzt
Deine Hitze lieb ich auch
Souljanka heisst bei uns der Bauch
Ich lieb die Ringe Ehe nicht
Gemeinsam ist mir das zu dicht
Ich mag die Bläschen in der Lunge
Und deine abgefahrne Zunge
------ + ------ + ------ + -------
BILDUNG BILDE DUNG
Dienstag, Mai 23, 2017
Akeleien Leier Käse
Lichteinfluss
die Blütenlese
Aufgehbraut die Luft ist kühl
Gegen Mittag leise schwül
Stillstand in den Ähren
Chlorophyll Brut gären
Insekten sind die
Erdenmeister
Klein klein klein
der Lebenskleister
Schwalben schreien
Spielen Schwalben
Viertel Hof im
Garten Halben
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Grounding by Langoth
Mittwoch, Mai 17, 2017
Freitag, Mai 12, 2017
Mittwoch, Mai 10, 2017
Montag, Mai 08, 2017
Freitag, Mai 05, 2017
Donnerstag, Mai 04, 2017
Dienstag, Mai 02, 2017
ISENHEIMER FALTER
Nur noch Kinderbücher zu lesen...
Nur noch Kinderbücher zu lesen,
Nur noch Kindergedanken zu hegen,
Alles Große ganz weit zu verwehen,
Aus tiefem Kummer stets aufzuerstehn.
Ich bin vom Leben so tödlich geschafft,
Dass ich von ihm nichts mehr annehmen werde,
Ich liebe jedoch diese kärgliche Erde,
Weil ich noch nie eine andere sah.
Ich schaukelte in einem Garten, weit fort,
Auf einer einfachen, hölzernen Schaukel.
Hohe Tannen am dunklen Ort
Sah ich, erinnernd, durch Traumnebel gaukeln.
1908 Ossip Mandelstam
Nur noch Kinderbücher zu lesen,
Nur noch Kindergedanken zu hegen,
Alles Große ganz weit zu verwehen,
Aus tiefem Kummer stets aufzuerstehn.
Ich bin vom Leben so tödlich geschafft,
Dass ich von ihm nichts mehr annehmen werde,
Ich liebe jedoch diese kärgliche Erde,
Weil ich noch nie eine andere sah.
Ich schaukelte in einem Garten, weit fort,
Auf einer einfachen, hölzernen Schaukel.
Hohe Tannen am dunklen Ort
Sah ich, erinnernd, durch Traumnebel gaukeln.
1908 Ossip Mandelstam
Montag, Mai 01, 2017
Donnerstag, April 27, 2017
Ich liebe Dir! ich liebe Dich!
Wie’s richtig is, ich weeß es nich,
Un’s is mich auch Pomade!
Wie, wenn ich lieb’, es heißen muß,
Zu fragen erst den Heinsius,
Wär’ um die Liebe schade!
Ich liebe Dir, ich liebe Dich,
Wie’s richtig is, ich weeß es nich,
Doch klopft mein Herz so schnelle!
Ich lieb’ nicht auf den dritten Fall,
Ich lieb’ nicht auf den vierten Fall,
Ich lieb’ auf alle Fälle.
Adolf Glaßbrenner (1810 - 1876 Berlin)
Mittwoch, April 26, 2017
Lebensformen aus der Hand
Aus den Fingern sprudeln Quellen
Linien die Kartoffeln pellen
Bohnen Stab verletzte Erbsen
Faulvergnügt als Hautopsie
Ausgehzüge mit dem Verbzen
Strahlt der Drester Mutopie
Selbst verschreiben feilen platzen
Überm Frühstück Flugzeugspatzen
Kalte Schale Pudding Flechten
Hausgebeizt ins Fenster hechten
Aufgewaschne Dardanellen
Jenseitsschweiss nackt aufgebockt
Überalltagsrauschen Schwellen
Halt Aufschwinger aufgestockt
Geht was von der Leber weg
wäscht sichs wieder dran
Hat das Meer ein großes Leck
Denk nich mehr daran
Stock Holm stellt die Schrift
Mit und ohne Gift
Tinte sudelt Leiber schreibt
Duft dir deine Nase reibt
Komm und geh und tu als ob
Sende fühl mäandernd
Mach die Welle sei so top
Auf und abseits wandernd
Mach den Mund zu Fragezeichen
Spiel mit deinem Wissen
Gleise laut verkaufe Weichen
Wo ist hier das Ruhekissen
Maria Ave Ba_nana
Chateaux Slot the Pony
Go the rhytm Nana Nana
Sing for Schatzi Sony
Blase Hauch verflüster Pollen
Venen Nosferatustollen
Sinn Licht Fieber Farbe
Zeig mir deine Narbe
Dienstag, April 25, 2017
DER SCHREI DER AHNEN
aaaDer Abgrund der Ahnen
aaaverbreitet Entsetzen,
aaaWorte, die platzen,
aaaTrommel voll Wahn
aaaverbreitet Entsetzen,
aaaWorte, die platzen,
aaaTrommel voll Wahn
setzt an zur Toccata unheimlichen Zaubers
und in das wütende Schlagen der Ziegenklöppel
schreit ein Rhythmus im Gleichklang von Fieber und Angst
sein einziges Wort.
und in das wütende Schlagen der Ziegenklöppel
schreit ein Rhythmus im Gleichklang von Fieber und Angst
sein einziges Wort.
aaaStimme des Aufruhrs,
aaafinstere Schmähung,
aaauralten Frevels
aaaausschließlicher Laut.
aaafinstere Schmähung,
aaauralten Frevels
aaaausschließlicher Laut.
Er kam aus den Zeiten und fliegt in die Zeiten,
aus wilden Fäusten in schmutzige Hände,
Gelächter aus Seufzern, gefrorenes Lachen,
ein Flüchechoral.
aus wilden Fäusten in schmutzige Hände,
Gelächter aus Seufzern, gefrorenes Lachen,
ein Flüchechoral.
aaaDer Abgrund der Ahnen
aaaverbreitet Entsetzen,
aaaStimme der masse,
aaaBrüllen voll Wahn.
aaaverbreitet Entsetzen,
aaaStimme der masse,
aaaBrüllen voll Wahn.
Gesang aus dem Schatten, Schrei aus der Erde,
in wilden Tänzen führt er zum Schwindel,
trommelt und ruft uns, verwirrt und erschreckt uns,
heimtückisches Zeichen, ach! wie es uns packt
in wilden Tänzen führt er zum Schwindel,
trommelt und ruft uns, verwirrt und erschreckt uns,
heimtückisches Zeichen, ach! wie es uns packt
aaavon fern und so fremd
und von damals her wirrt und uns packt und uns einscharrt,
hart und hohl und stumm und schwarz und zerstört − −
und von damals her wirrt und uns packt und uns einscharrt,
hart und hohl und stumm und schwarz und zerstört − −
aaaSchrei aus der Erde,
aaafinstere Schmähung,
aaauralter Schmerzen
aaaausschließlicher Laut.
aaafinstere Schmähung,
aaauralter Schmerzen
aaaausschließlicher Laut.
José Manuel Poveda
http://www.planetlyrik.de/janheinz-jahn-hrsg-schwarzer-orpheus/2012/06/
Montag, April 24, 2017
Freitag, April 21, 2017
Poesie lebt vom Sprachüberschuss, von Wörtern, die Bedeutung
überspringen und Klangfarbe und Rhythmus modulieren. Die poetische
Sprache widersteht der Logik der effizienten Bedeutungsproduktion und
dem funktionalen Austausch von Zeichen. Sie entzieht sich der
algorithmischen Abstraktion und den Regeln der Pragmatik.
Die Poesie ist längst eine Quelle der Inspiration für die bildende Kunst. Die Ausstellung der Kunsthalle Wien interessiert sich allerdings weniger für eine Poesie der sich reimenden Worte, als für das, was der Linguist Roman Jakobson als die „poetische Funktion der Sprache“ bezeichnet hat: die ästhetische Dimension der Sprache, die über ihre bloß kommunikative Funktion hinausgeht.
http://www.kunsthallewien.at/#/de/ausstellungen/mehr-als-nur-worte-uber-das-poetische
Die Poesie ist längst eine Quelle der Inspiration für die bildende Kunst. Die Ausstellung der Kunsthalle Wien interessiert sich allerdings weniger für eine Poesie der sich reimenden Worte, als für das, was der Linguist Roman Jakobson als die „poetische Funktion der Sprache“ bezeichnet hat: die ästhetische Dimension der Sprache, die über ihre bloß kommunikative Funktion hinausgeht.
http://www.kunsthallewien.at/#/de/ausstellungen/mehr-als-nur-worte-uber-das-poetische
Samstag, April 15, 2017
jahresringe wieder geben
fremdverwalded
aus den ringen tage weben
blattverfärbend
aus den tagen naechte heben
ringsummantelt
in den stunden rhythmisch leben
nahtverswirkend
vorwaerts gehen treiben streben
spaltverblutend
harz vers tanz aufleibend reben
wundauflaufend
lungen pumpen luft verbeben
brustabzirbelnd
kosmisch stroemt der duft aus theben
restverschimmelnd
fremdverwalded
aus den ringen tage weben
blattverfärbend
aus den tagen naechte heben
ringsummantelt
in den stunden rhythmisch leben
nahtverswirkend
vorwaerts gehen treiben streben
spaltverblutend
harz vers tanz aufleibend reben
wundauflaufend
lungen pumpen luft verbeben
brustabzirbelnd
kosmisch stroemt der duft aus theben
restverschimmelnd
Freitag, April 07, 2017
Um leer zu sein bedarf es Raum
Eingemachter Geistertraum
Häng dich an den Milan dran
Schwebe mit der Seilzugbahn
Zylinderpollen rasen rasten
Die den Wurstatlas entlasten
Aus den Wurzeln entverpurzeln
Zentimeterdicke Stränge
Zieht man an den Adern Venen
Austreibt der Faden seine Länge
Der Herr Melin spielt Kontrapass
Macht Vertrag mit Maulwurfspass
Die Nebenkosten wachsen kräftig
Die freien Höhlen schrumpfen deftig
Zack Segment der Dichter stillt
Sas aus seinem Schlund aufquillt
Brunnenkresse Bärlauch Rauke
Pestmodern Aprilke Pauke
Andacht vor den Blüten Birnen
Hausgemacht der Frühlingsquark
Die Ziehzigarre zieht von dannen
Acker Ucker Knochen Mark
Knochen Spelzen Spreizen
Der Frühling lässt sein blaues Band
Knusper Super Knospen reizen
Märzen Maibock Weizen Sand
Eingemachter Geistertraum
Häng dich an den Milan dran
Schwebe mit der Seilzugbahn
Zylinderpollen rasen rasten
Die den Wurstatlas entlasten
Aus den Wurzeln entverpurzeln
Zentimeterdicke Stränge
Zieht man an den Adern Venen
Austreibt der Faden seine Länge
Der Herr Melin spielt Kontrapass
Macht Vertrag mit Maulwurfspass
Die Nebenkosten wachsen kräftig
Die freien Höhlen schrumpfen deftig
Zack Segment der Dichter stillt
Sas aus seinem Schlund aufquillt
Brunnenkresse Bärlauch Rauke
Pestmodern Aprilke Pauke
Andacht vor den Blüten Birnen
Hausgemacht der Frühlingsquark
Die Ziehzigarre zieht von dannen
Acker Ucker Knochen Mark
Knochen Spelzen Spreizen
Der Frühling lässt sein blaues Band
Knusper Super Knospen reizen
Märzen Maibock Weizen Sand
Donnerstag, April 06, 2017
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