Dienstag, November 22, 2011


A-MOEWE DIETER

KAMM FROM LAS VEGAS

Wannsee ich dich wieder
A-Moewe im Brot
Krumen hernieder
Flügel im Kot

Fünzigster Stock
duster im Block
Glasvaterkabel
Heidschi Klumbumm
Kamm from Las Vegas
Schleife drumrum

Fett ins Gefieder
komm auf mein Boot
flieg mit dem Dieter
Insabelrot

Buster Dollar Keaton
Elvis Canvas mieten
Insel Hansel Willy Lange
Wunderdu Vollhornimklange
allet mundjeblasen
Tulpen Nasen Vasen

Federn Flügel Flaum
zerschneide Sphärenraum
deine Nähe näht ein Kleid
schwerelos tanz weit Waltz breit

Rummelsnuff und Krumme Lanke
Erde Zunge Bitte Danke
an den Ufern deiner selbst
weltverhaftet dich verhälst

linke rechte Hemissphäre
aus dem leichten in das Schwere
A-Moewe Dieter sei so gut
bleib in der Luft und sei auf der Hut

Montag, November 21, 2011

Dichter Kleister
klebt am Wahnsinn
schießt sich in den Himmel
drunt am Wannsee
schreit die Möwe
zu Pellkartoffeln Kümmel
Doktor Möbius
steht am Rande
schaut hinab ins Stolper Loch
fragt sich ob der Dichter Kleister
Gedichte schicket immer noch

Sonntag, November 20, 2011

Dienstag, November 15, 2011

Neue Berliner Küche

Die Brandlhuber Bulette ist von der Grundsubstanz eine
klassische Bulette oder auch Frikadelle. Im Wesentlichen
unterscheidet sie sich durch einen starken Semmelbröselumhang
mit der Aussicht auf eine Praline. Die Bulette selbst, ein kräftiger
Pullover ummantelt einen inneren Kern aus einer Brätmasse die
mit klarem Karl unterspült wird und die Farbtönung einer
Betonkugel annimmt. Die Brandlhuber Bulette überrascht
durch eine ungewohnte Mischung aus weichem Kern und
geschmackvoller Fassade.

Die Rosenthaler Glatze ist eine Neuerfindung der Berliner Küche.
Das Ei als Rohstoff. Als Gabe des Gelegten. Herausragend aus
dieser Eierspezialität ist das Polieren des Eigelbs mit Hilfe einer
hochprozentigen Karpfenlasur. Das Eiweiß selbst wird dabei
extrahiert und mit Hilfe eines Kalkrandes zu einem Schaumata
modelliert. Abgerundet wird dieser minimalistische Zwischengang
mit zwei Tropfen Kirschblut und Nierensenf.

Mittwoch, November 09, 2011


FOG GOF Die Nase mit den Augen paaren

Nebel Rede Gesang 13.11.2011 16.00

ZAGREUS BRUNNENSTRASSE 9a 10119

(Auszug)

So drifte ich und will mäandern
von einer Nebelbank zur andern
hol mir Kredit im Glauben
Kondensat will Wärme rauben
vom Boden her die Sicht ist diesig
der Aufzugabzug zieht sich müßig
ich ziehe durch die Brunnenstrasse
und Scheiß nen Haufen Biomasse
ich dreh mich um seh den Shrek
und bin ums Eck schon wieder weg
ich leg ne Spur und zieh mich um
jetzt bin ich Raureif Nebel bumm
Tröpfchen schön gefroren
hau dir die Mütze um die Ohren
am nächsten Tag die Zahlen steigen
Morgennebel Pferde Geigen
schon wieder darf ich mich entfesseln
und setz mich in die Weinparks Nesseln
Krähenrotz im Essigbaum
ganz viel Blasen Sphären Schaum
Konsenswasser Strahlenbüschel
von weither schaut der Nischel
bis zum guten Heine
der mit dem Gebeine
auf der anderen Seite
geringer wird in seiner Weite

Montag, November 07, 2011

Ich sitz was aus
und hab was drunter
der Herbst haut drauf
ich falle runter

Ich stehe auf
und hab nichts drüber
der Winter kommt
ich werde müder

Freitag, November 04, 2011

So wie die Dichtkunst schoepferisch gestaltetes Wort ist,
so sind auch die Elemente des Wortes, die Laute, geistigen
Ursprungs . Als solche sind sie Zeichen einer dem Geistigen
immanenten Ordnung, in der auch der Mensch lebendig steht .
Die Kunst des Sprechens ist mehr als nur die Bildung von
Vokalen und Worten . Sie ist ein Aufnehmen, ein Innewerden
von Kraeften, die dem Menschen durch seine Stimme zu-
stroemen . (aus: die kunst des sprechens .fritz reusch)

Donnerstag, November 03, 2011



NATURVERTRAUEN = RUNE ANVERTRAUT

Freitag, Oktober 28, 2011

Heute vor 111 Jahren verstarb der Sprachforscher Friedrich
Max Müller, Sohn des Dichters Wilhelm Müller.

In Müllers Werk findet sich oft der Gedanke der Weiterentwicklung
der Religionen. Nach seiner Auffassung unterliegt die Geschichte
der Menschheit einer Entwicklung, die mit der Sprache beginnt,
sich in Mythen und schließlich in Religion fortsetzt und mit der
letzten Stufe, der Philosophie, abschließt. Damit nahm er einen
Gegenpol zur darwinistischen Auffassung ein, wenngleich jene
Theorie Müllers Idee der Entwicklung von Religion und Mythologie
beeinflusst.

http://www.rw-studieren.uni-hannover.de/maxmueller.html

Donnerstag, Oktober 27, 2011



Von Autodidakt nach Autor did Actor
im Auto von Sophies Mutter

Leserede 30. Oktober 15.00 Uhr Galerie Jordan/Seydoux

KURZER FILM http://vimeo.com/33396548

Berlin Mitte Augustrasse 22

Motortext einer Ausstellung. Das Zusammengreifen von Titeln
und Motiven in einer darstellerischen Form. Ein Ineinander von
Substantiven und Verben als Idee einer Komposition. Die Straße
als Bühne. Das Auto als Vehikel. Vehi - reisen. Das Reisen der
Gedanken. Erinnerung als Verinnerlichung. Ausarbeitung von
Jahresringen. Manifestation von Bewegung Schrift und Sprache.
Wind von Wilhelm Müller.

Mittwoch, Oktober 12, 2011

Auszug aus Membrantheorie:

"Die an vielen lebenden Organen der tierischen und
pflanzlichen Organismen beobachteten elektrischen
Ströme sind vielfach Gegenstand der Untersuchung
gewesen. Wir konstatieren dieselben an den Muskeln,
den Nerven, an den sekretorischen Drüsen und
elektrischen Organen der Zitterfische wie an
Pflanzengeweben ( ... ) Es liegt die Vermutung nahe,
dass alle diese Ströme eine ähnliche, wenn nicht gleiche
Ursache haben, und dass sie je nach den herrschenden
Bedingungen des Baues und der chemischen
Zusammensetzung der die Organe bildenden Zellen
in verschiedener Kraft und Stärke auftreten.“

(Julius Bernstein 1835 - 1917)

ZWISCHENSCHAUM

Überall ist Zwischenraum
unterm All der Werdebaum

Zwischenschaum
und Sphärenblasen
in meiner Kugel Kugeln rasen
spiegeln sich Neuronen
die unbenannt und unbekannt
in Logen raumfrei wohnen
Welle Teilchen musizieren
Atommodelle modellieren
Signal verstärkt der Treiber treibt
was man mit der Nadel schreibt
manches wächst in jede Ecke
unter meiner Schädeldecke
Wasser Erde Himmel Luft
Haare Bäume welch ein Duft
Stammeszeichen jede Zeile
Ewig Punkt und Weite Meile
Ohren hören Nase riecht
was aus dem Labore kriecht
auf der Zunge liegt das Wort
der Kanon trägt es weiter fort
Lichtreiz Auge Oculus
das Gehirn es sehen muß
gelesen wird der Dinge Sinn
mit dem Knie und mit dem Kinn

Donnerstag, September 29, 2011


Montag, September 19, 2011

WALNUSS OFFEN

Werde Himmel Anbeginn
Apfelschimmel Frucht im Sinn
Große Blätter speichern Herbst
Falter Dämmerung verfärbst
Schalen Holz verpflanzen
meine Eingeweide tanzen
Lippen Augen Nase
alles steck ich in die Vase
der Sommerherbst macht mich besoffen
der klare Karl die Walnuss offen