Donnerstag, November 03, 2011



NATURVERTRAUEN = RUNE ANVERTRAUT

Freitag, Oktober 28, 2011

Heute vor 111 Jahren verstarb der Sprachforscher Friedrich
Max Müller, Sohn des Dichters Wilhelm Müller.

In Müllers Werk findet sich oft der Gedanke der Weiterentwicklung
der Religionen. Nach seiner Auffassung unterliegt die Geschichte
der Menschheit einer Entwicklung, die mit der Sprache beginnt,
sich in Mythen und schließlich in Religion fortsetzt und mit der
letzten Stufe, der Philosophie, abschließt. Damit nahm er einen
Gegenpol zur darwinistischen Auffassung ein, wenngleich jene
Theorie Müllers Idee der Entwicklung von Religion und Mythologie
beeinflusst.

http://www.rw-studieren.uni-hannover.de/maxmueller.html

Donnerstag, Oktober 27, 2011



Von Autodidakt nach Autor did Actor
im Auto von Sophies Mutter

Leserede 30. Oktober 15.00 Uhr Galerie Jordan/Seydoux

KURZER FILM http://vimeo.com/33396548

Berlin Mitte Augustrasse 22

Motortext einer Ausstellung. Das Zusammengreifen von Titeln
und Motiven in einer darstellerischen Form. Ein Ineinander von
Substantiven und Verben als Idee einer Komposition. Die Straße
als Bühne. Das Auto als Vehikel. Vehi - reisen. Das Reisen der
Gedanken. Erinnerung als Verinnerlichung. Ausarbeitung von
Jahresringen. Manifestation von Bewegung Schrift und Sprache.
Wind von Wilhelm Müller.

Mittwoch, Oktober 12, 2011

Auszug aus Membrantheorie:

"Die an vielen lebenden Organen der tierischen und
pflanzlichen Organismen beobachteten elektrischen
Ströme sind vielfach Gegenstand der Untersuchung
gewesen. Wir konstatieren dieselben an den Muskeln,
den Nerven, an den sekretorischen Drüsen und
elektrischen Organen der Zitterfische wie an
Pflanzengeweben ( ... ) Es liegt die Vermutung nahe,
dass alle diese Ströme eine ähnliche, wenn nicht gleiche
Ursache haben, und dass sie je nach den herrschenden
Bedingungen des Baues und der chemischen
Zusammensetzung der die Organe bildenden Zellen
in verschiedener Kraft und Stärke auftreten.“

(Julius Bernstein 1835 - 1917)

ZWISCHENSCHAUM

Überall ist Zwischenraum
unterm All der Werdebaum

Zwischenschaum
und Sphärenblasen
in meiner Kugel Kugeln rasen
spiegeln sich Neuronen
die unbenannt und unbekannt
in Logen raumfrei wohnen
Welle Teilchen musizieren
Atommodelle modellieren
Signal verstärkt der Treiber treibt
was man mit der Nadel schreibt
manches wächst in jede Ecke
unter meiner Schädeldecke
Wasser Erde Himmel Luft
Haare Bäume welch ein Duft
Stammeszeichen jede Zeile
Ewig Punkt und Weite Meile
Ohren hören Nase riecht
was aus dem Labore kriecht
auf der Zunge liegt das Wort
der Kanon trägt es weiter fort
Lichtreiz Auge Oculus
das Gehirn es sehen muß
gelesen wird der Dinge Sinn
mit dem Knie und mit dem Kinn

Donnerstag, September 29, 2011


Montag, September 19, 2011

WALNUSS OFFEN

Werde Himmel Anbeginn
Apfelschimmel Frucht im Sinn
Große Blätter speichern Herbst
Falter Dämmerung verfärbst
Schalen Holz verpflanzen
meine Eingeweide tanzen
Lippen Augen Nase
alles steck ich in die Vase
der Sommerherbst macht mich besoffen
der klare Karl die Walnuss offen

Freitag, September 16, 2011


MITTEPUNKTZELLE

Mitte Punkt die Zelle
bildet auf der Stelle
tritt sich fest und tritt daneben
umgekehrt die Zahlen kleben
man kann nicht in den Spiegel schauen
und sich selbst dabei verdauen
alles was man sieht im Leben
ist immanent davon gegeben
teilt sich fortan immerzu
Ecke Zaungast
raus bist du

Mittwoch, September 14, 2011


WALROTZ

Walross schläft ist müde übelt
Arbeit Pause Arbeit dübelt
Löcher Ohren in die Gänge
krumme Weite fehlend Länge
Kuratoren in der Vase
überwachen Mund und Nase
Walross schläft ist müde übelt
Arbeit Pause Arbeit dübelt
mit nem ollen Bohrer balzen
Künstler schneiden Kreide falzen
Schrauben schnaufen wie ein Tier
Rahmen Zweidrei Meta Vier
Walross schläft ist müde übelt
Arbeit Pause Arbeit dübelt
Mittelstrasser Nilsenschlüssel
Ölgemälde Kitsch und Rüssel
Finde Fande Funde
den Stamm der Heimatkunde
Walross Walross Walross grübelt
6er 8er 10er dübelt

Sonntag, September 11, 2011





Gruppenausstellung in der Galerie
Jordan-Seydoux
KLICK ZUR GALERIE
Auguststrasse 22 Berlin
CROSSWORDS 9.9. - 29.10.11


Mittwoch, August 24, 2011

Amor gehen
am Abend stehen
zum Mittag in die Weite sehen
um siebzehn Uhr nen Teller Linsen
kurz nach acht Kontakt mit Flinsen
in der Dunkelheit um zwei
stößt der Pfau ne Feder frei

Montag, August 15, 2011





Am 27. Juli fand auf der Hochfläche im Heckenauchtert in Oberwälden
die diesjährige Sommerleserede statt.

MEHR FLÄCHE ALS ANGRIFF

LINK ZUR LESEREDE

Alles was sich sagen läßt
bleibt übrig dann als Kugelrest
mit den Wörtern Dotter rühren
Ai wei weiß wird dich berühren

Sonntag, Juli 17, 2011

Von den Buchenstäben, auf die die Runen geritzt wurden, leitet sich das Wort Buchstabe ab.http://de.wikipedia.org/wiki/Runen

Mittwoch, Juli 13, 2011

Einer drückt sich alles bückt sich
Machmutwut verrückt verzückt mich
Leberkeks und Zwiebeltränen
Venus Merkur Lunge Venen
Universum Erde Poren
wird durch Widerstand geboren
aus dem Kreis und durch die Nabe
wächst heraus die Wiedergabe
saugen spucken herzlich grüßen
Hände schütteln mit den Füßen
niemand schreit mehr nach dem Geldschein
aller Ding will Wille Weltsein

Montag, Juli 11, 2011



SEMINAR = IM RASEN

Das Seminar. Der Seminarr. Die Seminase. Was einem als
Rotz aus der Nase läuft, ist vom Begriff her eigentlich eine
Krankheit der Pferde, eine Seuche, die durch ein Bakterium
verursacht wird. Bakterien sind Lebewesen, Stäbchen,
einzellige Organismen ohne Zellkern. Ein Zellkern dupliziert
genetisches Material. Informationen der DNA. Der Begriff
Fax leitet sich von Faksimile ab. Faksimile (lat. mache es
ähnlich) ist eine originalgetreue Kopie. Eine Abbildung des
reinen Textes im nicht originalgetreuen Layout bezeichnet
man hingegen als Nachdruck. HTML ist eine Auszeichnungs-
sprache. Ein Etikett. Ein Zettel mit Hinweisen. Diese Sätze sind
auch ein Hinweis. Ein Hinweis auf die unterschiedlichen
Themen und Inhalte und die einzelnen Teilnehmer, die ein
Seminar auszeichnet. Eine Ansammlung von Fragmenten,
Assoziationstexten, Körperzeichen und Lautübungen.
Schrift und Wort im öffentlichen Raum.

Mittwoch, Juni 29, 2011


Brunnen Wasser Runen Schloider
Bambus Leiter Hühner Kreuder
Vorwort Bohrer Lande Klappe
Schere Schleife Steine Pappe
Birke Stuhlgang Most Gesicht
Fett kursiv die Welt macht Dicht

Freitag, Juni 24, 2011

Dienstag, Juni 21, 2011

KASTANIEN COLA KNOTEN

Lippe Leder Leichtgesang
Schrippe Purpur Weich im Klang
Löffel Schüssel Gabel Lieder
Tanzdruck Summe Menschenfieber
Stammeszeichen Wunsch im Speck
Wasserläufer Schnecken Dreck
Knochen Bohnen Amseln Hitze
Eckensteher Bordstein Ritze
Falten Augen Haare Schweiß
Fladen Quark Gemüse Reis
Mundstück Schreie Noten
Kastanien Cola Knoten

Donnerstag, Juni 16, 2011





WILLKOMMEN Theaterstück im weltecho e.V.
LINK WELTECHO
Produktion vom Büro für strategisches Theater Chemnitz
Beteiligung durch Mitarbeit am Konzept und der Ausstattung
LINK ZUM PHOTOBLOG

Mittwoch, Juni 15, 2011

GEMÜSEPFANNE SCHMIDT

Lorbeer Lorbeer nach Geschmack
aus dem hängend Leinensack
rein in die Gemüsebrühe
damit der Dinkel darin ziehe
köchelnd ziehen bissfest fassen
abgegossen dampfen lassen
Sonnenblumen Ölsaatporen
Zwiebeln sanft und glasig schmoren
Zucchini grüßt den Paprika
fein gewürfelt Paar für Paar
geschmort und leicht gebraten
füllt sich die Pfanne mit Tomaten
Kartoffeln Möhren sauber schrubben
geschnitten in die Pfannensuppen
Oregano Rosmarin
Salz und Pfeffer ist schon drin
den Fetakäse krümlig drücken
auch sich selbst damit beglücken
frisches vom Basilikum
bringt die Nase voll in Schwung

wir wünschen besten Appetit !

Gemüsepfanne Bruno Schmidt
KNOCK OUT

Pesto Puderzucker Mousse
schleckig sahnig ölig suss
Zitronensaft verziert die Miene
Buttermilch reizt Gelatine
Erdbeeren aufgetragen
die Sahne angeschlagen
das Nussöl klebt am Honig
irgendwas schmeckt bohnig
Minze trifft auf Haselnuss
niederschlagender Genuss

Sonntag, Juni 05, 2011




KIRCHENTAG DRESDEN GLÄSERNES RESTAURANT

Ausarbeitung von Tellerrandsprüchen und Rezeptgedichten

Ausarbeitung einer Leserede - Titel: REDE ERDE

KIRCHENTAG DRESDEN = DER GEDANKENSTRICH
(anagramm)

Mittwoch, Mai 25, 2011

Gletscher lutschen Felsen kauen
Wüstengries und Quellen brauen
Bäche Flüsse Meere trinken
aus dem Maul nach Sumpfgas stinken
mit dem Rausch der Stratosphähre
Zahngestein beisst Steppenleere
reiz den Schluchtenstaudamm ein
mit Stadadaudenmaiers Reim
Birkenpresswurz Wunschbenzin
Morgenschrot die Zellen glühn
Bananen Schalen Hängekleid
der Weite weidet in der Zeit

Mittwoch, Mai 11, 2011

REDE ERDE
Kräuter der Reife
Sauce des Wissens
Salz der Intuition
Mehl des Unbewussten
Eiweiß des Werdens
Zucker der Heiterkeit
Saat der Ideen
Fett des Seins
Knochen der Erinnerung
Mark der Geduld
Obst der Ruhe
Getreide der Sehnsucht
Milch der Vernunft
Acker des Denkbaren
Wasser der Freiheit
Küche des Lebens

Dienstag, Mai 10, 2011

Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage
- sprachberauschung -
übereinstimmenden Dokumente gefunden.

Samstag, Mai 07, 2011

READYMADEINGERMANY

readYmadeingermany
hintermabgrundklebteinknie
dehntsichübersüberbein
kehrtzuhausefegtdaheim
legtsichabmitsackundasche
kacktineinetrainingstasche
übtsichindergammastrahlung
fälltausdermaterienpaarung
zeigtsichnochalsbleistiftzeichnung
verwechseltindieabseitsweichung
bleibtdannliegendsitzendstehen
drehtsichmitdemkreiszugehen.de

Dienstag, Mai 03, 2011



REFROMANCE - Entdeckung der Erd
e

Am 11.4.11 begab ich auf mich auf eine Höhe von 1141.10 Metern
und bereitete mich auf die Umrundung des Brocken vor.
Am 12. April 1961, also 50 Jahre zuvor hatte Juri Gagarin in seiner
WELTRAUMSAMENKAPSEL die Erde einmal umrundet. Start 9.08.
Landung 10.55. Diese erste und einmalige Umrundung nennt sich
auch der GAGARING. Bei meiner Vermessung der Erdgestalt nahm
ich den Rundwanderweg 11 und umkreiste den inneren Kern sieben
Mal. Dabei wurde in Form von Holzbuchstaben das Wort WELTICH
ausgestreut. Unter extremsten Bedingungen inhalierte ich das alpine
Klima und erreichte durch Granitation und Gravitation die äußerste
Grenze der Arbeitsplattform. Von hier aus konnte ich mit bloßem
Auge die Entstehung von Ruflattich beobachten. Im weiteren Verlauf
der Refromance sammelte ich Felsportraits.

BLOG FELSPORTRAIT

DER HANG ZUM GESAMTKUNSTBERG

Mit schweren Schritten Stiefeln grob
ich deinen Leib am Leiden lob
Backstein hinten vorne Bug
krumm am Hals die Kniee klug
ich seh den Szeemann obenauf
am Gipfelkreuz ne Fassung drauf
das Licht geht an der Wagner zu
ich schnür mir noch den Henselschuh
dann gehts zur Tauf gleich gehts ans Werk
dann gehts hinauf GESAMTKUNSTBERG !

Montag, Mai 02, 2011


Sonntag, Mai 01, 2011

WENIGBORSTER

Regenwurm und Komposterde
wandelnd Wirkstoff Krümelherde
Landgaststätte Stadt Staat Dorf
Atem Team wirkt Metamorph
Welle Teilchen nährt die Boten
Lumbricidae löst die Knoten
reger Wurm kriecht kreuz und quer
zwittert wirbellos umher
dampfend schmort die Lebensspeise
vergärt vergoren auf die Reise
im Dunkeln lebt er kosmopathisch
der Natur doch sehr sympathisch
die Weltich Mikroorganismen rufen
die Segmente sind wie Stufen
man vergißt wer man ist
wenn er ißt den Haufen Mist

Dienstag, April 19, 2011



DER GOOGLE EDE MEINT

Ich sag dir was wieso von wem
ob Arschloch Weiser unbequem
ob du blöd bist oder schön
der Bildschirm kann es auch nich sehn
ich zeig dir alles auf der Maps
auch wo der klare Karl sein Schnaps
ich such dir all die schönen Dinger
Gold Makrele Ring und Finger
der Google-Ede wird dich schätzen
in seiner Hand den Schwetzstein wetzen
sodann für dich die Daten hetzen
und dir nen fetten Text einsetzen
die Zeichen suchen jede Färte
ihm wachsen hunderttausend Bärte
leibvernetzt das Wirke Werde
der Google-Ede würgt die Herde
oder meinten sie die Kugelerde

Dienstag, April 05, 2011

Aderkraut Heufressa Lungenblatt Ripplichrut Rossrippe
Spiesskraut Spitzfederich Wegetritt Adewurzel Flusskraut
Waldmanna Stinkerich Godeskraut Gedichtbleaml Goldkopf
Bartklee Angerbleamerl Augenblümchen Massliebchen
Mondscheinblume Tausendschön Buttelhiefen Hagedorn
Hahnebödgen Haynbutten Hetschepetsch Hiefe Wiepken
Schlafkauz Wiegenstrauch Kapuzinerli Venuswagen Tübeli
Fuchswurz Sturmhut Würgling Ziegentod Wolfskraut
Augendank Gibinix Milchdieb Wiesenwolf Milchschelen
Wegleuchte Grummetblume Kido Baumwollapfel Kütte
Bockbeerli Schwarzdorn Kietschkepflaume Donarbesen
Affalter Drudenfuss Geissechrut Hexennest Wintersamen



Reist die Schrift und reift die Reise
gesund das Gift und frei der Weise



EINUNDAUSWANDERUNGSPLASTIK

Einwandern. Auswandern. Wieder einwandern und wieder
auswandern. Das Wandern ist des Müllers Plastik. Vom
Plastischen her gesehen sind Himmel und Erde wie zwei
Komponentenkleber, GEGENDPLASTIKEN die uns Menschen
zusammenhalten. Am 8. Juni verließ ich die Wohlfühlhülle
und erreichte wenige Zeit später den Hang zum
GESAMTKUNSTBERG. Oben angekommen ging ich den Kamm
entlang, gründete 2 Einwanderungsministerien und reiste
über die grüne Grenze in Tschechien ein. Am selben Tag gab
es große Sonnenprotuberanzen, deren Materiebögen bis zu
25 Erddurchmesser über den Sonnenrand hinausreichten.
Phantastisch Plastisch. Himmel und Erde. In Tschechien
begab ich mich in den nächsten Ort - Gottesgab, wanderte
ein und wanderte aus. Wanderte wieder in der Bundesrepublik
ein und aus Tschechien aus. In den Wäldern und auf den
Hängen fand ich mehrere Absprungschanzen die in den
Himmel ragten und Wege auf denen man mit der
Zentrifugalkraft experimentierte. Ich staunte und am
Ende des Weges gab es ein undefiniertes Ziel, Stühle
an Seilen die durch den Himmel führten, und der Mond
gab eine Note.

BLOG

Montag, März 21, 2011



Gebet der Fläche

liegend flacht früh im Gebet
kniet das Wort im Frühlingsbeet
lässt ne Feder schluckt ne Silbe
kratzt am Satz sich fort ne Milbe
reibt sich ein mit Schummelpilz
wickelt sich den Brast mit Filz
spricht vom Äther und vom Wetter
bläht ein leises MUSS als Letter
lässt sich von den Sonnenstrahlen
Fernwind und den Dunst aufmalen
greift Versal raus in die Scholle
treibt Gewebe Ausgehwolle
schüttelt aus den Satz vom Streuer
beschreit das Wort als Ungeheuer

Montag, März 07, 2011

Die erste Voraussetzung für das auffällige Phänomen, dass sämtliche
Schriftsteller, die im 18. Jh die deutsche Literatur begründen
protestantischer Herkunft sind, war die intensive Lektüre des heiligen
Textes in deutscher Sprache. Die Kenntnis von Luthers Bibel
garantierte den Zugang zu einer allgemeinen, d.h. nicht ständisch
gebundenen Schriftsprache.
(aus Heinz Schlaffer - eine kurze Geschichte der deutschen Literatur)

Sonntag, Februar 27, 2011


Dienstag, Februar 22, 2011

Stammeswürze Wurzelstamm

Stammeswürze Wurzelstamm
Braut und Meister Bräutigam
Schwarzbier Märzen Pils und Weizen
dieses kann und will mich reizen
klares Wasser aus der Quelle
für das Dunkle und das Helle
Getreide Stärke Hefe Wandel
Zucker Maische Brauers Handel
in den Kessel Malz und Hopfen
jeder Tag ein goldner Tropfen
Kohlensäure Alkohol
wie zwei Brüder Pol an Pol
folglich soll man mit dem gären
auch die reifen Ähren ehren
wie getragen von der Erde
die Weizen Roggen Dinkel Herde
obergärig untergärig
das Bier getrunken vollmundjährig
vom Geschmack aus der Natur
der Gaumen findet jede Spur
salzig feinherb bitter
sauer mildes Süßgewitter
die Aussicht trüb bestechend klar
vom Geruch her unstreitbar
von Beginn an herrlich zart
schwebt der Bierschaumblasenbart
im Lager ruht das kühle Nass
kellerkalt gefüllt im Fass
mit Geduld und Ruhekraft
reift der starke Gerstensaft

Donnerstag, Januar 27, 2011

Fall AFFE

Kinder Küche
Kichererbsein
pürieren brutzeln
rührend Verbsein
Kümmelkreuz
und Prisensalz
fritierte Bällchen
ab in Hals
Fuenf für dich
und Fuenf für mich
Hummus Sesam
öffnet sich

Donnerstag, Januar 20, 2011


Samstag, Januar 08, 2011

OELISAVE

Gelbgrün Schwarz und Rindenbraun
bist du Olive anzuschauen
aus der Frucht und aus dem Baum
Himmel Erde Schmierstoff Traum

Götterblut und Bauernglut
jedwedes nach der Ernte ruht
alter Ast und junges Blatt
ein bischen rauh ein bischen glatt

mal schmeckst du nach dem Morgen
mal riechst du nach dem Meer
den Sinnen bleibt es nicht verborgen
heiter leicht und traurig schwer

O live life du liefe
ausgeschöpft und kalt gepresst
aus dem Kern und deiner Tiefe
wird der Trank ein Leibesfest

du Königin aus Griechenland
bei der ich die Olive fand
mach aus den Kernen mir ein Kissen
sei Hüter deines küssend Wissen

Mittwoch, Dezember 15, 2010




ATEM LENDE


Atem Lende
Feld Fell Schneefall
Ja zu Ende
Jahreswende

Rauch und Brauchtum
Nase Bart
um den Bauch rum
Zimtlauf zart

Atemwand
Dehnung Land
Atemwende
wechselnd Hände

eine schleicht sich
eine laicht
entwirft aus jeder Lage
gebärt 365 Tage

Zahl um Zahl getauft im Namen
steigt jeder Tag in einen Rahmen
erscheint ein Atemzug ein Wille

Leere
Pause

Beatmung aus der Stille

Donnerstag, November 18, 2010

Dienstag, November 09, 2010